Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 13. (Szekszárd, 1986)

Ivan Pavlů: Neolithische Grabenanlagen in Böhmen

pretiert. Die Präzisierung der Rolle, die den einzelnen Kulturelementen, sowohl den autochthonen wie fremdartigen, zukam, wird demzufolge zur Aufgabe der nächsten Forschungsperiode. Vielleicht wird sich zeigen, welche Elemente sich an den zeitgenössischen Kontakten zweier Nachbarregionen beteiligten und welche die eventuellen Kulturumwandlungen veranlasst haben könnten. Ausser dem Kontaktnetz, das die einzelnen Gebiete in Transdanubien verband, kommen hier mindestens noch zwei Fernkommunikationswege in Betracht, beide mit nordsüd­licher Orientierung, der erstere im eigentlichen Donauraum, der andere im westli­chen Transdanubien. Die Genese der Bemaltkeramischen Gruppen des Lengyelkreises erscheint auf diese Weise als Ergebnis gegenseitiger Beeinflussung autochthoner und aloch­thoner Kulturelemente in engem Zusammenhang mit der Vorangehenden regio­nalen Entwicklung. Sie war weder synchron, noch von gleicher Intensität, noch besass sie den gleichen charakteristischen Formenschatz. In westlicher Richtung scheinen die autochthonen Elemente ein allmächliches Anwachsen zu verraten. In der klassischen Phase des Lengyelkreises, in einigen Gebieten vielleicht schon früher, haben fremde Kulturkomponenten völlig die Oberhand gewonnen. Im Zentralraum der neolitischen Ökumene, in dem sich die Kulturgruppen mit der Stichbandkeramik gestaltet haben, behaupteten sich die Merkmale der älteren Kulturentwicklung viel länger. (Deutsch von H. Tichá) 262

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