Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 13. (Szekszárd, 1986)

Jaromír Kovárník: Die Entwicklung der Besiedlung Südwestmährens durch die Bevölkerung mit der mährischen bemalten Keramik

Die Entwicklung der Besiedlung Südwestmährens durch die Bevölkerung mit der mährischen bemalten Keramik JAROMÍR KOVÁRNÍK, BRNO Südwestmähren gehört zu den Gebieten, die nicht immer im Mittelpunkt des Interesses der archäologischen Forschung waren. Die Ursache liegt vielleicht da­rin, dass diese Region am Fusse des böhmisch- mährischen Höhenzuges einiger­massen gegliedert und mit Wald bedeckt ist. Die bisherigen Ergebnisse der Forschung zeigen, dass die prähistorische Besiedlung sicher nicht so intensiv war, wie in Südmähren. In gewissen Perioden der Urgeschichte, z. B. während der Be­siedlung durch die Bevölkerung mit der mährischen bemalten Keramik, stand ab­er dieses Gebiet nicht ausserhalb des Rahmens der jungsteinzeitlichen Entwik­klung in Mähren. Das beschriebene Gebiet gehört geomorphologisch zum Hügelland von Jevi­sovice. Seinen nordöstlichen Teil nimmt das Becken von Jaromeüce nad Rokyt­nou ein, das die Form einer flachen Mulde hat (Demek 1980,11). Durch ihren Cha­rakter unterscheiden sich die anderen Teilgebiete nur wenig, wie das Bergland von Jihlava-Daëice oder das Hügelland von Jemnica und Moravské Budëjovice: Süd­westmähren ist seinen geologischen Aufbau nach ein Teil des mährischen Mol­daubikums und des Massivs von Tïebië. Es wird gebildet von Paragneis, von Sye­nitgranit um Tïebië, von Granit und örtlich von Turmalingranit. Auf der Unterla­ge des Krystallinikums entstanden seichte, leichte Sandböden, auf Ton und Löss sind tiefe lehmige Böden (Kalásek 1980,15-24). In den Tälern der Wasserläufe be­finden sich holozäne, kalklose Aueböden, die von Alluvialschichten überlagert sind (Groh u. Kol 1964, 2-4). Was die Geschichte der archäologischen Forschung und Erforschung be­trifft, so widmeten den Fundstätten der mährischen bemalten Keramik in Süd­westmähren zwei hervorragende Forscherpersönlichkeiten, der Notar J., Palliardi und der Oberlehrer F. Vildomec, ihre Aufmerksamkeit. Die archäologische Tätig­keit Palliardis in den Siedlungen mit der mährischen bemalten Keramik begann schon in den neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, also schon kurze Zeit nach der Entdeckung und Bezeichnung der Kultur als mährische bemalte Kera­mik im Jahre 1888 auf der Fundstätte Novosady bei Znojmo. Palliardi führte hier Untersuchungen und Beobachtungen in der Umgebung von Greslové Myto, Pav­lice und Moravské Budëjovice durch. Am Anfang unseres Jahrhunderts ist er schon in Moravské Budëjovice beschäftigt und er widmet sich ganz den Siedlun­gen mit der mährischen bemalten Keramik bei Jaromërice n. R., bei Stepánovice und bei Lesuöky. Nachdem er Freundschaft mit F. Vildomec geschlossen hatte, unternahmen sie gemeinsam umfangreiche archäologische Forschungen in der 16 241

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