Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 13. (Szekszárd, 1986)

Pavel Koštuřik: II. Stufe der Kultur mit mährischer bemalter Keramik

deren Fortsetzung auch in der Jordanów-Kultur sichtbar wird. Charakteristische Lokalatitäten der Phase IIb: Boskovstejn - „Pisafovicovo pole nad rybnikem", Je­zeïany-Marsovice (Objekte 10,16,27,127,128), Kramolin (einige Objekte). Nach der Revision der bisherigen Periodisation werden hierher auch die Funde aus No­va Ves bei Oslavany gehören, von der Höhensiedlung „Dvorek" in Oslavany und aus dem Massengrab aus Dzbánice. Das Verklingen der Traditionen der Kultur mit MBK und in vielen Fällen auch die fließende Anknüpfung der keramischen Formen und Verzierungen sind mit Recht in der Jordanów-Kultur wahrzunehmen. Noch vor einigen Jahrzehnten wurde angenommen, daß die Kultur mit MBK und Jordanów-Kultur sich territo­rial ausschließen, was durch die geringe Anzahl der Jordanów-Kultur-Funde gege­ben schien. Diese zeigten sich vor allem in Nord-und Mittelmähren, vorwiegend in den heutigen Bezirken Vyskov, Prostëjov und Pïerov, während Südmähren bei­nahe ohne Funde der Jordanów-Kultur war (Tich£ 1961, 114; Podborsky 1970, 273). Die Situation änderte sich nach und nach dank den Rettungsgrabungen, her­vorgerufen durch die großen Bodenregulierungen und den intensiven Aufbau in Südmähren. Auf Grund der neuesten Erkenntnisse ist vorauszusetzen, daß die Jordanów-Kultur in Mähren direkt anknüpft an den jüngsten Zeitabschnitt der Kultur mit MBK, aus dem sie einige keramische Formen übernimmt, plastische, aber vor allem eingetiefte Verzierung, die man gut ableiten kann aus der Phase IIb der Kultur mit MBK In der Jordanów-Kultur erreicht dann die Verzierung mit Hilfe verschiedener Riefen und Rillen den Höhepunkt. Begreiflicherweise ändert sich in der Jordanów-kultur der Bau der einzelnen keramischen Klassen, aber ähn­lich wie in der Phase IIb der Kultur mit MBK kennen wir vorläufig nicht im Detail die keramischen Formen und die Formenfulle kennen wir vorläufig aus den Grä­bern, respektive vereinzelten Keramik-Funden (Kramolin, Brno-Liskovec). Das Formen der materiellen Vielfalt der Jordanów-Kultur geschah unter Mitwirkung weiterer, dem mährischen Mittelgrund offensichtlich fremder Impulse (Ko§tu­fík-Rakovsky-Pe§ke-Pfrchystal-Salas-Svoboda 1984, 407). Von den klassischen mährischen Lokalitäten der Jordanów-Kultur sind zu erwähnen Kïenovice und Nëmcice na Hané. Zu den neuesen dann gehören die Burgstätte bei Kramolin, Brno-Liskovec, Ceská, Bëharovice, Dolní Vëstonice und Znojmo. Eine kompliziertcSituation im Schluß des Neolithikums und am Anfang des Äneolithikums in Mähren ist damit gegeben, daß Traditionen der häuslichen Kul­tur mit MBK verklingen und nebenan kommt es zum Durchdringen neuer Kultu­ren, resp. Kulturgruppen. Es ist hauptsächlich das Vorkommen der Trichterbe­cherkultur und der Gruppe Retz-Kïepice, die in Mähren in der altäneolithischen Zeitperiode hervortreten. Ihre gegenseitige chronologische Beziehung ist heute noch nicht ganz klar, aber mittels neuester Funde aus Mähren, Böhmen und Österreich wird vielleicht in der Zukunft möglich sein, die Erkenntnisse über den altäneolithischen Zeitabschnitt in Mähren zu entwerfen und zu ergänzen. . 239

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