Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 13. (Szekszárd, 1986)

Harald Hauptmann: Probleme des Chalkolithikums in Griechenland

schraffierter Dreiecke bestehende Fries auf dem einen Beispiel als eine charakteri­stische Verzierungsart der schwarzpolierten Larisa-Keramik (r2) gelten könnte (THIMME 1976 Nr. 426-427; HAUPTMANN 1981,90). Durch die Euböa-Scha­len aus Gold und Silber wäre eine technisch hervorragende Metallverarbeitung und Toreutik, der Umdatierung der Larisa-Gruppe in die frühe Dimini-Zeit ent­sprechend, schon vor dem Ende des 6. oder zu Beginn des 5. Jährt, v. Chr. anzu­nehmen, wenn Radiokarbondaten herangezogen werden (COLEMAN, im Druck). Eine frühe ägäische Metallurgie ist aber bisher durch den Nachweis von Kupfergerätefunden in Sitagroi III (RENFREW 1973 a, 473 ff.), in Kephala (CO­LEMAN 1977, 4), in den Rachmani Il-Schichten von Pevkakia (WEISSHAAR 1979 a, 387, Abb. 3,7-9) und vielleicht auch in Sesklo (TSOUNTAS 1908,351 ff, Abb. 292-293), sowie durch die Ausbeutung der Silberminen von Hagios Sostis auf Siphnos erst für das Chalkolithikum gesichert belegt (WAGNER u. a. 1985, 113 ff). Die drei Silberschalen aus Euböa fanden in ihrer Form schon immer eine gute Entsprechung in einem kleinen Silbergefäß aus dem von Dümmler 1886 veröffentlichten Grab D von Kapros auf Amorgos, das in die Kampos-Gruppe (Ende FK II) datiert wird (THIMME 1976,571 ff, Nr. 425; RENFREW 1984,48., 51 ff). Nachdem Calligas für die Euböa-Vasen den frühbronzezeitlichen Friedhof von Makrikapa in Mitteleuböa als Herkunftsort überzeugend nachweisen konnte, steht ihrer wohl endgültigen Zuordnung in die Frühhelladisch II-Periode nichts mehr im Wege (CALLIGAS 1984,89 ff); eine Beziehung zur Larisa-Gruppe ist al­so keineswegs gegeben. Der zwischen dem Spätneolithikum und Chalkolithikum bisher angenom­mene scharfe Einschnitt, für den eine donauländische Einwanderung verantwort­lich gemacht wird, ist in dieser Abfolge nicht mehr aufrecht zu erhalten (HAUPT­MANN 1969,17). Gegenüber der Dimini-Zeit tritt in der folgenden Rachmani-Pe­riode in der Töpferei eine Vergröberung der Technik und Reduzierung des For­menschatzes ein, während in der Ornamentik ältere Traditionen weitergeführt werden (HAUPTMANN 1981, 111). Der Wandel des Kulturbildes, in dem sich zunehmend donauländische Elemente finden, spiegelt sich auch in veränderten Architekturformen und Bautechniken fort. Neben dem traditionellen, über einem Steinfundament errichteten Lehmziegelbau, wie bei Apsidenhäusern in Rachma­ni (WACE und THOMSON 1912, Abb. 17), tritt auch das Pfostenhaus auf. Sied­lungen, wie die Otzaki-Magula, waren durch ein konzentrisch angelegtes Graben­system befestigt (MILOJCIC 1983,31 ff). Veränderungen zeichnen sich auch in der Wirtschaftsform ab. Während in der Dimini-Zeit Schaf und Ziege, weniger das Schwein, bevorzugt waren und Rinderzucht zurücktrat, hat sich das Verhältnis im Chalkolithikum umgekehrt. Die Züchtung des Rindes wird nun vorrangig betrie­ben, während die Haltung von Wiederkäuern zurückgeht (JORDAN 1975,145., 153; BOESSNECK 1955,9 ff; HAUPTMANN 1981,110). Wie sehr das Chalkoli­thikum einen Übergang zur Frühbronzezeit-Kultur darstellt, zeigt eine auffallen­de Zunahme der Höhlenbesiedlung in Attika und auf der Mani-Halbinsel. Auf Grund der in Pevkakia nachgewiesenen Schichtfolge lassen sich inner­halb der keramischen Entwicklung 3 Stadien verfolgen (WEISSHAAR, im Druck). Die unteren Rachmani-Straten werden von der braunpolierten Gattung bestimmt. Hingegen sind die charakteristischen Gefäße mit kirschrotem, fleckig gebranntem Überzug (Otzaki, Gattung B) und die pastos rot oder weiß bemalten Gefäße weniger häufig (rly/ö). Wie auch in anderen chalkolithischen Fundorten

Next

/
Oldalképek
Tartalom