Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 13. (Szekszárd, 1986)

Pavel Koštuřik: II. Stufe der Kultur mit mährischer bemalter Keramik

1-4 war der erste Versuch zu gliedern und die Entwicklung am Anfang der IL Stu­fe der Kultur mit MBK aufzugreifen (Kostufik 1980,71-72). Nach Ablauf längerer Zeit, während welcher neues Material und Erkenntnisse gewonnen wurden, kann man konstatieren, daß die Gliederung der Subphasen richtig war. Einzig proble­matisch bleibt die Subphase Haj, die wahrscheinlich keinen Entwicklungsab­schnitt sondern eine regionale Angelegenheit vostellte, wie angedeutet wurde (Ko§tufik 1980,71). Nach dieser Regelung könnte man die Phase IIa in drei Sub­phasen gliedern, die die Entwicklung vom Anfangsstadium erfassen könnten, wo­rin einige wichtige Veränderungen im Vergleich mit der I. Stufe der Kultur mit MBK erscheinen. Weiter folgt ein Zeitabscheinitt, in welchem es zum Auf­schwung hauptsächlich im Gebiet Südmährens kommt (die Situation in anderen Gebieten Mährens ist nicht so ausführlich bekannt) und zum Erscheinen neuer Elemente in der Keramik. Die Endsubphase enthielt unter anderem schon einige Merkmale der folgenden Phase IIb. Die Entwicklung der Kultur mit MBK endete dann in der Phase IIb, die sich vorläufig als kompakt erweist. Dennoch müssen wir auch hier in der Zukunft mit der Entwicklung rechnen und schließlich auch mit dem Verklingen der Einflüsse dieser Kultur am Anfang des Äneolithikums. Nach bestimmten Regelungen kann man die Entwicklung der Phase IIa auf folgende Subphasen Teilen: Ilaj - die klassische Äußerung der Phase IIa, wie sie von älteren Forschern begriffen und aufgeteilt wurde. Hauptzeichen ist das Über­leben der Merkmale aus der I. Stufe der Kultur mit MBK - unter anderem viel­leicht in manchen Gebieten auch gerizte Ornamentik. Vor allem erscheint in die­sem Kulturabshnitt mit MBK als typisches Element die rotweiße Ornamentation, die dann mit der sinkenden Intensität des Vorkommens während der ganzen IL Stufe beliebt ist. Von den einzelnen Elementen tritt hervor der Streifen und Bo­gen. Die Streifen bilden Motive flacher horizontaler Streifen (22), respektive hori­zontaler und vertikaler Streifen (23). Eine weitere bedeutsame Komponente stellt eine scharfe, manchmal dreigliedrige Profilierung keramischer Klassen dar, oft mit halbkugel- oder kugelförmigen Knubben nachdrücklich betont. Die weitere plastische Verzierungsform wie Hornhenkel, Knubben in Form „Eulenkopf ' usw. können nicht als empfindliche chronologische Elemente betrachtet werden. Bloß ihre besondere Anbringung auf den Gefäßen, oft ihre Verdoppelung oder Verdrei­fachung an einer Stelle und die wechselnde Position am Rand und Bauch entdeckt man öfters in dieser Subphase. Große Beliebtheit erreichten eingetiefte Verzie­rungen - Einschitte am Bruch des Bauches und an den Rändern verschiedener ke­ramischer Formen. In dieser Periode macht sich schon häufig geltend der ver­schärfte Rand (6), der dann im Inventar der ganzen zweiten Stufe überwiegt (manchmal nähert sich ihm zahlenmäßig der abgerundete Rand). In der Subphase Ilaj erscheint auch das erstemal die Verstärkung der Schultern der Schüsseln und setzt sich fort im Laufe der ganzen IL Stufe. Diese Verstärkung ist eines der defi­nierenden Merkmale der Keramik IL Stufe. Ein weiteres wichtiges Merkmal kann das schon geringe Vorkommen der Schüsseln mit nach innen gebogenen Schul­tern sein, die erst in der nächsten Phase auftreten. Lokalitäten: Pavlov (Kundera 1983) und einige Objekte aus Jezefany-Marsovice. Die Subphase Ilaj knüpfte fließend an die vorhergegangene Entwicklung an, was in der Vorliebe der weißroten Malerei mit den betreffenden Grundele­menten und Motiven zum Ausdruck kommt. Das wesentliche Merkmal dieser Subphase ist das erstmalige Vorkommen einer besonderen keramischen Gruppe 236

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