Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 13. (Szekszárd, 1986)

Viera Němejcová-Pavuková: Charakter der Nach-Lužianky-Entwicklung der Lengyel-Kultur

Statistisch, mit Ausnahme der bemalten Keramik, sind aus Svodin die ersten 406 Objekte von mehr als 1400 untersuchten aufgearbeitet, flächig bearbeitet ist das Areal bis zur Grenze der Grabung vom J. 1978. Darin einbezogen sind selbst­verständlich auch die Objekte jüngerer Kulturen. Zur Lengyel-Kultur gehören von den angeführten 406 Objekten 150 und von ihnen reihe ich zum untersuchten älte­sten Siedlungshorizont vorläufig 25 Objekte. Wegen des unvollständigen Kennens der Funde werde ich also bei dieser Ge­legenheit nicht die Besiedlungsanfange der Lengyel-Kultur in Svodin als Ganzes charakterisieren, ebenfalls kann der Kürze der Zeit wegen nur allgemein ihr Platz im breiteren Kontext der ausserslowakischen zwischenkulturellen Beziehungen angedeutet werden, diese müssen detaillierter aufgearbeitet werden. Wichtig ist vor allem die dickwandige Keramik, die anscheinend besser die innere Entwik­klung der Anfange der Lengyel-Kultur in der Nach-Luziansky-Zeit widerspiegelt, als die dünnwandige Keramik. In letzter Zeit befassten sinch mit der Nach-Luzianky-Entwicklung der Len­gyel-Kultur E. RUTTKAY (RUTTKAY 1979) und B. NOVOTNY (NOVOTNY 1984.). Gestatten Sie, dass ich Sie in diesem Zusammenhang mit der Auswahl von den 3 Objekten aus Svodin bekannt mache, welche auch stratigraphisch fixiert sind, und zwar die Objekte 149/72, 239 und 240/73. In ihrem Invertar herrscht vollkommen dickwandige Keramik vor,die es uns erlaubte, praktisch die ganze Skala der für diese Epoche typischen Formen zu erar­beiten. Auf den ersten Blick sieht man einen Reichtum von Formen, besonders ei­ne grosse Variabilität von Möglichkeiten in Form und Verzierung der dickwandi­gen Keramik, die später, im jüngeren Abschnitt der I. Stufe, nicht mehr vorkommt. Die typologische Skala verschmälert sich während der Stufe I und nicht einmal im weiteren Verlauf der Lengyel-Kultur erreicht sie einen Reichtum wie am ganz Anfang ihrer Entwicklung. Die dünnwandige Keramik streife ich nur in Kürze. Typisch sind Becher mit gerundeter Bauchung, mit einem Knick unter dem Hals (Abb. 1:3), oder mit nie­derem, S-förmig profilierten Körper (Abb. 1:4); sie erinnert an Luziansky-Formen. Es erscheinen auch schon Typen mit Bauchknick, und die Buckel auf der Bauchwölbung pflegen bereits vereinzelt durchbohrt zu sein (Abb. 1:2,5). Bislang nicht beobachtet haben wir Buckel unter dem Mündungsrand, kombiniert mit Buckeln auf der Bauchwölbung, die im weiteren Verlauf der I. Stufe gebräuchlich sind. Die Ritzverzierung auf Bechern oder anderen Formen beschränkt sich auf Muster, die aus dem östlichen Teil des Karpatenbeckens - aus dem Theissgebiet ­übernommen wurden oder auf ihn hinweisen (Abb. 1:11,12). Da die Bearbeitung der dünnwandigen Keramik bislang nicht abgeschlossen wurde, kann ich mich nicht ganz eindeutig äussern, aber bisher begegnete ich in den Objekten dieses Horizontes, nicht der typischen spiralförmigen oder einer anderen, später ge­bräuchlichen, mit doppelter bzw. dreifacher Linie ausgeführten Verzierung. Auch später, im typologisch eindeutig jüngeren dritten (roten) Bauhorizont wie auch auf dem Gräberfeld erscheint das Ritzornament nicht sehr häufig (ausschliesslich auf Bechern, nur in einem Falle auf einem pilzförmigen Gefass), entschieden seltener als im unweiten Nitriansky Hrádok oder im entfernteren Koláry im Eipeltal evtl. auch in Bucany im Waagtal. Die Trichterrandschüsseln sind nur selten dünnwandig und von kleineren 226

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