Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 12. (Szekszárd, 1984)
Rosner Gyula: Bemerkungen zur Chronologie der awarischen Feldflaschen
24 3. Grobe Nachahmungen kommen nur auf dem Donau-Theiss-Zwischenstromland, fern von allen Töpferzentren vor. 4. Die Stücke der III., IV., V. Gruppe sind ohne Ausnahme is Pannonién vorzufinden. 5. Die in die III. und IV. Gruppe gehörende Feldflaschen kommen nur in der Gegend von Szekszárd vor. 6. Die in die V. Gruppe gereihte Feldflasche aus Mór ist ein Einzelfund, fern von allen Keramikzentren. Untersucht man ihren Ursprung, muss man die wesliche Herleitung ablehnen. Es kommt eindeutig hervor, dass die Wurzeln dieser Keramik in der Gegend der „sieben Ströme" zu finden ist. Es scheint,dass die Flucht der Awaren auch solche Meister mit sich gerissen hat, die diese Technologie und Form in die neue Heimat mit sich gebracht haben. Hier, im Karpathen-Becken haben sie mit der Erzeugung der auf hellgrau geschlämmte Keramik bald aufgehört, und mit gleicher Brandtechnologie haben sie härtere Scherben hergestellt. Während der Erscheinung der für die mittelawarische Zeit charakteristische schwarze Keramik haben die Werkstätte in der Gegend von Szekszárd mit der Herstellung von Feldflaschen nicht aufgehört, sondern sie haben sie noch lange erzeugt. Die Technologie der Feldflasche von Mór macht uns darauf aufmerksam, dass man sogar in der spätawarischen Zeit mit der Möglichkeit der Herstellung von Feldflaschen rechnen kann. 104