Szilágyi Miklós (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 8-9. (Szekszárd, 1979)

Tanulmányok - Rosner Gyula: Keramischer Zentrum der Awaren in der Umgebung von Szekszárd

Ezt az ellentétet csak egyféleképpen oldhatjuk fel, ha e fazekasközpont terüle­tén élő népekről feltételezzük, hogy más iparral is foglalkoztak. Vagyis a tár­sadalmi munkamegosztás olyan fokán kellett élniük az itt lakó csoportoknak, hogy elsődleges foglalkozásuk nem az élelemtermeléshez kötődött, hanem a társadalom számára szükséges ipari termékeik ellenértékeként az élelmüket már megvásárolták •— akár közvetlen környezetüktől. Vagyis a társadalom elismerte munkájuk által megtermelt javakat társadalmilag szükséges javaknak. Nem tekintjük lezártnak eredményeinket, hanem az eddig rendelkezésre álló adatok birtokában kísérletet tettünk egy kutatási periódus lezárására, hogy egy újabb kutatássorozat kiindulásának alapot teremthessünk. Gyula Rosner KERAMISCHES ZENTRUM DER AWAREN IN DER UMGEBUNG VON SZEKSZÁRD In der Awarenzeit können vier keramische Typen auseinandergehalten werden. Von diesen wurden bisher nur zwei umgrenzt: 1. Die Gruppe der frühawarischen, hellgrau gebrannten, feingeschlämmten, scheibengedrehten Gefässe. 2. Die spätawarische, gelbgebrannte, feingeschlämmte, scheibengedrehte Ke­ramik Während sich mit der awarischen Metallkunst eine ganze Bibliothek füllende Fachliteratur befasst, lässt die Zusammenfassung der awarischen Keramik noch auf sich warten. Es sind zwar in diesem Themenkreis Teilstudien bereits erschienen, je­doch wurde die Untersuchung des Materials der ganzen Awarenzeit noch nicht durchgeführt. Éva Garam und Gyula Rosner haben die Herstellungszentren der späten und frühen Keramik bestimmt und das Vorhandensein eines keramischen Zentrums in der Umgebung von Szekszárd nachgewiesen. Im Rahmen der in diesem Gebiete durchgeführten Forschungen der letzteren Jahre wurde die Erschliessung eines solchen awarischen Dorfes begonnen, im Laufe derer awarische Töpferöfen zum Vorschein gekommen sind. Aus den Häusern des Dorfes, aus seinen Abfallgruben und aus dem „Ausschuss­material" der Öfen stehen uns mehrere Zentner Keramikfragmente zur Verfügung. Diese mächtige Materialmenge hat den für einheitlich angesehenen Kreis der frühen, hellgrauen Keramik weiter verfeinert und zur Klärung einer chronologischen Frage Beweise erbracht. Die Herstellungstechnologie der ältesten awarischen Gefässe ist asiatischen Ursprunges, die sich jedoch binnen einer sehr kurzen Zeit auch mit einer örtlichen Technologie verschmolzen hat. So entstand ein Gefässtyp, der sich etwas rauher anfühlt, einen höheren Wärmegrad verträgt und so zum Kochen geeigneter ist. Das Dorf und die zum Vorschein gekommenen Öfen beweisen, dass die hier lebende Gemeinschaft eine angesessene Lebensweise geführt hat. Es kann auch an die Möglichkeit gedacht werden, dass in der Lebensweise der in den zahlreichen Gräber­feldern in der unmittelbaren Umgebung Von Szekszárd ruhenden Menschen nicht die Nahrungsmittelproduktion dominiert hat. Meinerseits nehme ich an, dass in diesem Gebiet vor allem eine industrielle Tätigkeit ausgeübt und das Nahrungsmittel von den hier gelebten Awaren gegen diese Produkte besorgt worden ist. Die Ergebnisse können jedoch nicht als abgesclossen, sondern bloss als eine Zusammenfassung unserer bisherigen Beobachtungen betrachtet werden. 108

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