Szilágyi Miklós (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 6-7. (Szekszárd, 1977)

Kozák Károly: Die Ausgrabungen der szekszárder Benediktiner–Abtei III–IV.

Die dritte Einheit des Blocks „C" war die nördliche Kapelle sowie das schmale Gebiet daneben. Die Grundrissvermessungen aus dem Jahre 1783 und 1794 zeigen in diesem Abschnitt der Burgmauer einen mit Strebepfeilern befestigten Vorsprung, Mauerteil (Abb. 35.). Es ist anzunehmen, dass an dieser Stelle noch vor der Stiftung und dem Aufbau der Abtei eine kleine Kirche gestanden hat. Hierher dürfte man zuerst den Stifter König Béla I. beigesetzt haben, der nach einer kurzen Regierung­szeit, vielleicht noch vor dem Aufbau der Abtei hingeschieden ist. Auch die Rest e der westlichen Mauer gehörten wahrscheinlich zu dieser Kirche, die wir zwischen der nördlichen Kapelle der Abteikirche und der Mauer des Komitatshauses erschlos­sen haben (Abb. 36—38.). Später wurden vermutlich diese Kirche und die nördliche Kapelle der Abteikirche aneinander angeschlossen. Hierauf verweist der in der N-Mauer vermauerte Durchgang, bei deren Öffnung wir mehrere gotische Steine und auch einen figürlichen römischen Stein gefunden haben (Abb. 39—40.). Zwischen dem in der Mitte der nördlichen Kapelle früher freigelegten gemauerten Grab und der O-Mauer der Kapelle kam auch das Fundament eines Alters zum Vorschein. Parallel mit der 1970 durchgeführten Freilegung wurde auch die Ergänzung und Restauration der zutage geförderten Reste begonnen (Abb. 41—43.). In vorliegender Abhandlung (IV. Mitteilung) berichten wir über weitere Ab­schnitte der 1970 vorgenommenen Erschliessung im westlichen Drittel der Abteikirche. Den Block „D" haben wir im NW-Teil des Hofes des Komitatshauses geöffnet. In der N-Mauer, die den Hof des Komitatschauses begrenzt, wurden ebenfalls frühe­re — jedoch neuzeitliche — Pf eiler-reste gefunden (Abb. 1—2.). In dieser Ecke des Hofes wurden die Gräber Nr. 14—15 freigelegt. Unter den an die N-Mauer der Abtei­kirche gebauten Bogenmauerresten provisorichen Charakters kamen die Reste der fünften Apsis zum Vorschein (Abb. 3—5.). Von dieser Apsis sind bloss die sich der Mauer des Schiffes anschliessenden Teile erhalten geblieben. Der Graben der einsti­gen Mauer tritt gut hervor und so konnte mit seiner Hilfe die Apsis bis zum mittel­alterlichen Niveau auf gemauert werden (Abb. 6—9.). Neben der Apsis wurde die NW­Ecke des Schiffes freigelegt. Zwischen dieser Ecke und der N-Mauer des vor der Mit­te der W-Fassade der Kirche einst gestandenen Turmes kam die sechste Apsis zum Vorschein (Abb. 10—12.). Auch diese Apsis wurde später abgerissen und die entstan­dene Öffnung mit einer Mauer abgeschlossen. Zum Abriss ist es vermutlich zur Zeit eines grösseren Umbaues der W-Fassade, vielleicht beim Bau des Turmes gekommen. In dieser Ecke des Hofes des Komitatschauses wurde neben der Mauer auch ein Teil des ursprünglichen Kanals gefunden. Darunter haben wir nach der Freilegung der Gräber Nn. 15—17 und 30—31 das mittelalterliche Niveau ausgebildet. Auch die weggetragenen, fehlenden Teile der sechsten Apsis haben wir bis zur Höhe des Niveaus ergänzt (Abb. 13—18.). Es wurden auch mehrere Durchschnittsrisse gemacht, die alle die Fundamentierungstiefe der Mauer und die Kulturschicht mit den prähistorischen Funden gut zeigen (Abb. 19.). Die weiteren Teile des Turmes kamen in den such einander anschliessenden Tei­len der Blöcke „D" und „E" zum Vorschein, die auch die Vermessung aus dem Jahre 1794 gut anzeigt. Wir nehmen an, dass es zum Bao oder Umbau des Turmes in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gekommen ist (Abb. 20—23.). Auch auf dem vom Torm und van den W-Pfeilern begrenzten Gelände haben wir das árpádenzeitliche Fussbodenniveau wiederhergestellt. Im Laufe dieser Arbeiten wurden die Gräber Nr. 24 und 32 erschlossen (Abb. 24—25.). In der östlichen Hälfte des Blocks „E" haben wir eine Niveausenkung des süd­lichen Seitenschiffes durchgeführt (Abb. 26—27.). Beim W-Ende des Seitenschiffes ha­ben wir nach dem Abreissen einer provisorischen Mauer die Reste des siebten Apsis gefunden (Abb. 28—30.). Südlich und westlich 'davon kalmien auch sonstige Maueraieste zum Vorschein. MT Ausnahme der SW-Ecke zeichnete sieh der Grutndriss der bedeutend grösseren, imii't vielen Apsiiden gebautem, zenitrlalliscih angeordneten Ab­teikirnsche gut ab. 136

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