Almássy Katalin – Istvánovits Eszter – Kurucz Katalin (szerk.): Das Gold von Nyíregyháza / Archäologische sammlungen in Nyíregyháza 1. (Nyíregyháza, 1997)

E. Mittelalterliche Prägungen - Fundort?

Typischste Münze des 16.-17. Jahrhunderts war jedoch der Taler, dessen größter Teil, zusammen mit den Goldstücken, entweder in Form von Steuern oder durch den mit den Türken betriebenen Handel ins Osmanische Reich floß. Schon vom 16. Jahrhundert an galt die Bezeichnung ungarischer Forint als Berechnungseinheit (1 Ft= 100 Denar), und war nicht mehr im hergebrachten Sinn der „Goldforint mit Lilien Karls I.". In der Sammlung des Jósa-András-Museums werden insgesamt drei mittelalterliche Prä­gungen aufbewahrt. Aber auch das Báthori-István-Museum von Nyírbátor ist im Besitz einer Goldmünze, und zwar eines Goldforint Ferdinands I. (1526-1564). Dies ist eine Prägung ohne Prägezeichen! Auf dem Avers mit der Umschrift FERDINAN'DOROM'HVN'BOE'REX*. In einem inneren Perlenkreis ein Wappen mit vier Feldern, über dem die Jahreszahl 1554 zu lesen ist. Auf dem Wappenschild sieht man die Wappen von Ungarn, Böhmen, Österreich und Spanien (Kastilien). Auf dem Revers die Umschrift SANCTVS #LAD-ISLAVS*REX sowie die stehende Gestalt des hl. Ladislaus. In der rechten Hand hält er eine lange Hellebarde, in der linken einen Landesapfel, seine Hüfte ist mit einem Schwert umgürtet (Abb. 154). 1. Fundort? (Goldinventar 110) Goldforint Ludwigs I. (1342-1382) aus der Zeit um 1358-1371. 20 0 Die Münze gelangte 1923 als Geschenk des in Nyíregyháza wohnhaften Goldschmieds Ottó Bartsch ins Museum(?). 20 1 Auf dem Avers, in einem doppelten Perlenkreis: LODOVICI*D ,G ,R ,VNGARIE+; im inneren Perlen­kreis, in einem aus sechs Gliedern bestehenden und mit Nebenzeichen verzierten Rahmen, der Wappenschild der ungarischen Angeviner. Auf dem Revers *SANTVS LA-DISLAVS R. Im dop­pelten Perlenkreis stehend die Gestalt des hl. Ladislaus, in seiner rechten Hand mit langschäftiger Hellebarde, in seiner linken mit Landesapfel. Beidseitig von ihm jeweils vier übereinander Abb. 154. Nyírbátor 20 0 CNH II. 64A (MKU. 514). 20 1 Alispjel. i923.II, 82 166

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