Istvánovits Eszter: International Connections... (Jósa András Múzeum Kiadványai 47. Aszód-Nyíregyháza, 2001)
Mihály Kőhegyi - Gabriella Vörös: Bestattungsbräuche in dem sarmatischen Gräberfeld von Madaras
Gräbern ist ein kleiner Teil von 45 Bestattungen, der auf dem in südwest-nordöstlicher Richtung durch das Gräberfeld ziehenden Höhenrücken liegt, nicht sarmatisch, sondern arpadenzeitlich einzuordnen. Diese Gräber machten uns anfangs Sorgen, konnten nach ihrem abweichenden Charakter und Fundmaterial jedoch schließlich eindeutig abgegrenzt werden. Die Zahl der sarmatischen Gräber beläuft sich, die in normalen Grabgruben beerdigten Tiere, in erster Linie Hunde und Pferde, eingerechnet, auf 621. Innerhalb des Friedhofes ließen sich zwei große Gruppen von Grabhügeln erkennen, eine Gruppe von größeren Anlagen mit Durchmessern zwischen 20 m und 25 m und 2-5 m Höhe im südlichen Bereich, nordwestlich davon lag in etwa 400 m Entfernung eine Anzahl kleinerer Hügel von 6-13 m im Durchmesser und 0,20-0,80 m Höhe. Auch nach ihrer Lage wichen sie voneinander ab. Die südlichen lagen unregelmäßig zwischen 20 m und 40 m voneinander entfernt, wogegen sich die nördlichen in etwa drei Reihen mit einem Abstand von 10-15 m zueinander gruppierten. Zwischen den beiden Gruppen fanden sich auch einige Gräber ohne alle übertägige Kennzeichnung. Lajos Roediger zählte und zeichnete auf seiner Karte Anfang des Jahrhunderts noch 74 Hügel (KŐHEGYI 1971, 210), während Zalotay 1952 noch 58 registrierte, und wir 1963 nur noch 47 erfassen konnten. Die Anzahl vermindert sich schnell. 35 Jahre nach der Freilegung fanden wir kaum noch 10 bis 15 Grabhügel. Durch die intensive Bodenbearbeitung werden sie in wenigen Jahren alle verschwunden sein. Vor allem die südlichen, größeren Hügel erlaubten einige bemerkenswerte Beobachtungen. Die in den Boden gesenkten, ziemlich großen Gräber waren bis zu einer bestimmten Höhe mit Erde aus der Umgebung bedeckt worden. Auf dieser Oberfläche wurde ein Totenmahl abgehalten. Davon zeugen verstreute Tierknochen und Feuerstellen. (Die Gleichzeitigkeit der beiden Erscheinungen ist natürlich nicht zu beweisen.) Danach wurde die Arbeit am Aufbau der Hügel mit Aufträgen einer 0,40-0,50 m dicken Schicht gelber, lehmiger Erde von den rund 600 m entfernten Telecskai-Hügeln fortgesetzt. Diese Oberfläche wurde zur endgültigen Form festgestampft, um zu verhindern, daß die relativ steilen Hänge abrutschten. Der Mantel bildete danach eine einheitliche, selbständige Schicht. Von den 47 Hügeln wiesen 29 keinerlei Graben auf, 14 waren mit einem offenen und vier mit einem geschlossenen Rundgraben umgeben. Drei Gräber lagen in einem einzigen offenen, zwei Gräber in fünf Rundgräben. Die Uberschneidung von Gräben, in zwei Fällen nachgewiesen, dürfte als ein Zeichen dafür gewertet werden, daß der alte Graben bereits verfüllt und auf der Oberfläche nicht mehr zu sehen war, als der neue Graben angelegt wurde. Dieser Befund deutet auch darauf hin, daß innerhalb des Friedhofes jede Familie ihren eigenen Bestattungsplatz besaß, sonst hätte die Beerdigung auf der östlichen Hälfte des Gebietes beliebig fortgesetzt werden können. Es ist uns gelungen, den Friedhof auf der östlichen, südlichen und westlichen Seite befriedigend abzugrenzen. Auf diesen Partien war das Areal von Moor umgeben. Die im Süden und Osten bis an den Rand des Erdrückens angelegten Suchgräben blieben in einem 25-50 m breiten Streifen ohne Befunde. Auf diese Weise haben wir zwar mehrere tausend Quadratmeter umsonst freigelegt, wollten jedoch sichergehen. Am westlichen Rand zogen sich die Gräber bis auf einen 6-20 m breiten fundleeren Streifen an die Moorgrenze heran. Allein der nördliche Rand konnte nicht voll-