A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 49. (Nyíregyháza, 2007)

Néprajz - Varga János: Gemeinschaftsprinzip und Dokumentieren. Der Volkspoet Menyhért Baráth von Jánd

Közösségi elv és dokumentálás Gedenkens bzw. Dokumentierens vollbringt es der Versdichter, die Gemeinschaft darzustellen, ja sogar sie zu erschaffen. Nach den Feststellungen der Evolutionspsychologie sind die Grundmerk­male, psychischen Motive bzw. interpersonellen Praktiken des Menschen der Gegenwart den vor etlichen zehntausend Jahren herrschenden Umständen angepasst. Die Stammesgemeinschaften der damaligen Zeit wurden von den nicht genetisch begründeten territoriellen, politischen usw. Gemeinschaften abgelöst. Mit Hilfe von Mythen, der Geschichte und daraus folgend einer Gemein­schaftsliteratur schufen diese Gemeinschaften sich ihre eigene Identität. Diese gemeinschafts­begründende und -formende Komponente erscheint in den Vers-Chroniken, u.a. auch in den Versen von Menyhért Baráth, neben der dokumentierenden Funktion. Bei einer detaillierten Analyse des Gedichts „Am Flussufer" werden alle jene Merkmale er­kennbar, die auf Grund des oben Gesagten für die Werke der Volkspoeten charakteristisch sind. Ent­gegen der formal-technischen Mängel macht die nicht auf Linearität beruhende Zeithandhabung des Verses bzw. sein Aufbau den Text in poetisch-ästhetischer Hinsicht zu etwas Besonderem unter den Werken ähnlichen Typs. János VARGA Museum Bereg Vásárosnamény H-4800, Pf. 37. e-mail: microcog@citromail.hu 323

Next

/
Oldalképek
Tartalom