A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 47. (Nyíregyháza, 2005)

Régészet - Bálint Marianna: Vorläufiger Bericht über die Freilegung einer früharpadenzeitlichen Dorfsiedlung am Fundort Kiszombor–Nagyszentmiklósi út

Bálint Marianna Vorläufiger Bericht über die Freilegung einer früharpadenzeitlichen Dorfsiedlung am Fundort Kiszombor-Nagyszentmiklósi út Die Freilegung der in der südöstlichen Gemarkung von Kiszombor gelegenen früharpaden­zeitlichen Dorfsiedlung erfolgte im Laufe einer vorbeugenden Grabung. Das früharpadenzeitliche Dorf liegt am Rande des Inundationsgebiets des Maros-Flusses. Früher überzog das Gebiet ein dichtes Netz von Wasserläufen, deren Spuren man heute nur noch auf handschriftlichen Landkarten folgen kann. Der Fundort erstreckt sich in etwa 800 m Länge am Westufer eines dieser kleinen Bäche. Die in den 1950-er Jahre entstandene Luftaufnahme des Geländes zeigt südlich von der Nagyszentmiklósi út drei größere Ansiedlungen. Davon haben wir bei den Grabungen den nordöstlichen Rand der östlichsten Siedlung, ein Areal von 350 x 8 m, erforscht. Neben zahlreichen Gräben, Gruben und Pfostenlöchern konnten auch neun Häuser der ausgedehnten Siedlung freigelegt werden. Mit ihren äußerst mannigfaltigen Konstruktionen belegen diese Häuser, dass innerhalb einer Siedlung verschiedene Bautechniken parallel zueinander anwesend sein können. In der Lage der Objekte waren in mehreren Fällen Superpositionen zu beobachten, wonach sich im Leben des Dorfes zwei Perioden absondern lassen. Auf Grund der Gefäße mit geripptem Hals sowie der Kochkessel- und Backglockenfragmente darf man mit einer sehr frühen Siedlungsschicht rechnen. Die detaillierte Analyse des in den Objekten zum Vorschein gelangten Keramikmaterials wird hoffentlich eine genaue Unterscheidung der beiden Perioden ermöglichen. In der Herausbildung der Dorfsiedlung hat wahrscheinlich die am Maros-Fluss entlang führende Handelsstraße eine große Rolle gespielt. Aus den Südkarpaten stammende Glimmer­schieferstücke deuten auf Handelsbeziehungen zum siebenbürgischen Gebiet hin. Das Dorf selbst dürfte um das 11.-12. Jahrhundert endgültig untergegangen sein. In den Häusern kam ziemlich wenig Fundmaterial zutage, was ein Hinweis auf das methodische Räumen der Häuser vor Aufgabe der Siedlung sein könnte. Übersetzt von Gotlind B. Thurmann Marianna BÁLINT Amt für kulturelles Erbe Regionalbüro Debrecen Debrecen H-4001 Pf. 218 e-mail: Marianna.Balint@koh.hu 228

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