A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 44. (Nyíregyháza, 2002)

Néprajz - Gyöngyi Hegedűs: Die Traditionen der Kleinviehhaltung in drei Dörfern an der Theiss (Ákortő, Tiszadorogma, Tiszabábolna)

Az aprójószágtartás hagyományai három Tisza menti faluban PALÁDI KOVÁCS-DIÓSZEGI 1977. 225. Paládi Kovács Attila - Diószegi Vilmos: Baromfitartás. In: Magyar Néprajzi Lexikon I. (A-E) Szerk. Ortutay Gyula. Akadémiai Kiadó, Budapest 1977. 225-229. HEGEDŰS Gyöngyi Vásárosnamény H-^1800 Hunyadi u. 5. Die Traditionen der Kleinviehhaltung in drei Dörfern an der Theiß (Ároktő, Tiszadorogma, Tiszabábolna) Die Kleinviehhaltung vertritt in der Fachliteratur einen kleineren, unbedeutenderen Teil der traditionellen Viehzucht, da die überlieferte Haltung von Kleinvieh, im heutigen Wort­gebrauch die Geflügelhaltung, bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts fast unveränderter zu jeder kleinen Bauernwirtschaft gehörte. Frauenarbeit spielte in der Viehzucht eine geringere, zweit­rangige Rolle, weshalb man das Kleinvieh zu den wertloseren Haustieren zählte. Doch in dörf­licher Relation diente das Geflügel nicht nur zur Versorgung der Familie, sondern es war auch Zierde des Hofes; ein großer Geflügelhof lobte die Geschicklichkeit der Bauersfrau. Mit ihm deckten die Bäuerinnen den Fleisch- und Eierbedarf der Familie, machten Enten- und Gänse­fett, fertigten aus den Federn Kissen und Decken für die heiratsfähigen Töchter, verkauften den Überschuss auf dem Markt und konnten sich, wenn sie sehr geschickt waren, von diesem Geld sogar kleiden. Die moderne, industrielle Geflügelzucht, der Verkauf von koch- bzw. bratferti­gem Geflügel, das Erscheinen künstlich hergestellter Nahrung und maschinell ausgebrüteter Küken haben die tradtionelle Kleinviehhaltung zwar verändert, aber nicht völlig verdrängt. Rationelle Prinzipien spielen im Laufe des Ausbrütens, Aufziehens und der Verwen­dung ebenso eine Rolle wie abergläubische Vorstellungen. Gerade deshalb ist die Kleinvieh­haltung in jedem Haus ein wenig anders. Heute hält man auf den Höfen weniger Geflügel als früher und ringt mit anderen Krankheiten. Dennoch wird es genause liebevoll umsorgt, als hin­ge die tägliche Nahrung noch immer davon ab. Deshalb ist der Geschmack, sind die Eier dieser Tiere anders und deshalb repräsentieren sie in der Ernährungskultur der Gegenwart einen be­sonderen Wert. Das Alltagsleben ist eng mit dem Kleinvieh verwoben. Man begegnet ihm nicht nur auf der Festtafel, sondern auch in Feiertagsbräuchen, alltäglichen Sprichwörtern und Volkslie­dern sowie unter den Hilfsmitteln des Haushalts. Gyöngyi HEGEDŰS Vásárosnamény H-4800 Hunyadi u. 5. 227

Next

/
Oldalképek
Tartalom