A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 43. (Nyíregyháza, 2001)

Régészet - Wjatscheszlaw Kotigoroschko: Die Stämme der oberen Theissgegend zu Beginn der Zeitrechnung und in den ersten Jahrhunderten n. Chr.

Vjacseszlav Kotigorosko Die Stämme der oberen Theißgegend zu Beginn der Zeitrechnung und in den ersten Jahrhunderten n.Chr. Der Abschnitt um den Beginn der Zeitrechnung stellte in der Geschichte der Völker des Karpatenbeckens einen großen Bruch dar. Die Veränderung der ethnopolitischen Lage kann man in drei Grundkomponenten einteilen: 1. die Expansion Roms und die Bildung der neuen Provinzen, 2. das Einwandern der Germanen (Sueben) in den Mitteldonauraum, 3. die Bildung des „sarmatischen Keils" im Gebiet zwischen Donau und Theiß. In der oberen Theißgegend lebten in diesem Zeitraum die lokalen nordthrakischen Stämme - die Kostoboker - sowie die einwandernden Daker. Ihre nächsten Nachbarn im Westen waren die Cotiner, Oschuten und Buriuten, die mit den Trägern der Púchov-Kultur zu identifizieren sind, während ihre südlichen Nachbarn die Sarmäten waren. Zur Zeit der Markomannenkriege drangen die wandalischen Asdinger und der Stamm der Lakringer in die Gegend ein. Die Spur des Schicksals der Kostoboker verliert sich inmitten der stürmischen Ereignisse der Völkerwanderungszeit. Übersetzt von Gotlind B. Thurmann Wjatscheslaw KOTIGOROSCHKO Staatliche Universität Ushgorod 88000 Ushgorod, Universitetska u. 14 Ukraina 158

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