A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 41. - 1999 (Nyíregyháza, 1999)

Helytörténet - Sarolta Lakatos: Papstmünzen in der Kállay-Sammlung des Jósa-András-Museums

Pápaérmek a Jósa András Múzeum Kállay-gyűjteményében Papstmünzen in der Kállay-Sammlung des Jósa-András-Museums Nach Vorläufern in der römischen Kaiserzeit wurde die Kunst der Münzprägung im mittelalterlichen Italien wiedergeboren. Seit dem 15. Jahrhundert entstehen bis in die Gegenwart weltweit zahlreiche Gedenk­münzen bzw. Medaillons, um herausragender Ereignisse oder Persönlichkeiten zu gedenken, an sie zu erinnern und anderen die Möglichkeit zu bieten, diese kennenzulernen. Martin V. (1417-1431) war der erste unter den Päpsten, der zum ersten Jahrestag seines Papsttums eine Münze herausgab. Seine Nachfolger ließen, ähnlich wie die weltlichen Herrscher, regelmäßig Gedenkmünzen prägen und feierten nicht mehr nur das erste, sondern auch ihre weiteren Jubileen mit der Emission einer Münze. Münzen ließ man desweiteren zu Kirchenjubileen, Kanonisierungen, Feiertagen von Heiligen oder zum Bau berühmter Kirchen usw. anfertigen. Dieser Prozeß hat sich bis in unsere Tage kontinuierlich fortgesetzt; unter der Hand namhafter Bildhauer bzw. Graveure wurden und werden auch heute künstlerisch wertvolle Papstmünzen hergestellt. Bis 1860 prägte man die Papstmünzen in der päpstlichen Münzstätte in Bologna. Seither werden sie in der staatlichen Münzanstalt in Rom angefertigt, und zwar mit den vom Numismatikbüro des Vatikans genehmigten Prägestöcken. Ihr Material war anfangs Bronze (vereinzelt Blei), doch ab dem 17. Jahrhundert verwendete man Gold, Silber und auch Zinn. In den letzten 150 Jahren hat der Vatikan jedes Jahr (das Jahr 1849 ausgenommen) die jährliche offizielle Papstmünze aus Bronze und Silber und zuweilen auch Gold herausgegeben. Seit Papst Johannes XXIII. (1958-1963) erscheinen alle offiziellen jährlichen Münzen in Bronze-, Silber- und Goldausführung. Material und künstlerische Bearbeitung der Papstmünzen ermöglichen es zugleich, mit ihnen die auszeichnende und anerkennende Absicht zum Ausdruck zu bringen. Unter Papst Paul III. (1534­1549) begann man damit, die Papstmünzen jährlich regelmäßig als Verdienstmedaillen an Mitglieder des päpstlichen Hofes, Kardinäle und große Kirchen­männer zu verleihen. Neben den alljährlichen offiziellen Papstmünzen wurden aus Anlaß eines bedeutenden Feiertages oder denkwürdigen Ereig­nisses auch sog. außerordentliche Münzen geprägt, und seit Papst Pius XII. (1939-1958) nutzt der Heilige Stuhl diese Möglichkeit häufiger. Auf dem Avers der Papstmünzen sieht man immer das Porträt oder Brustbild oder eine ganzgestaltige Darstellung des Papstes, im Profil oder en face, nach rechts bzw. links gewandt, barhäuptig bzw. mit Pileolus oder Tiara. Seine Kleidung besteht aus einem Umgang oder Mantel und darüber einer Stola. Die Umschrift enthält den Namen des Papstes und das Jahr seines Papsttums in römischen Ziffern (letztere beginnend bei Paul III.). Auf dem Revers werden die verschiedensten Ereignisse festgehalten: In den Jubiläumsjahren beispielsweise das Öffnen und Zumauern des hl. Tores, den Bau und die Einweihung von Kirchen, Kanonisierungen oder deren Jubiläum und das Erscheinen von Enzykliken. Aber auch auf verschiedene Stellen der Heiligen Schrift kann sich die Darstellung beziehen. Die in der Kállay-Sammlung des Jósa-András­Museums befindlichen Papstmünzen sind eine Schenkung des Begründers der Sammlung, Dr. Kris­tóf Kállay, Gesandter des Souveränen Malteserordens beim Heiligen Stuhl. Das älteste Stück ist eine Gedenkmünze zum Bischofsjubiläum von Papst Pius XII. aus dem Jahr 1942. Der vorliegende Beitrag stellt 13 dieser Papst­münzen vor: Die Münze zum Bischofsjubiläum Papst Pius XII. (1942) und eine den Weltfrieden begrü­ßende Münze (1946). Bei beiden handelt es sich um außerordentliche, neben der jährlichen offiziellen Papstmünze herausgegebene Münzen, wie auch im Falle der zum 80. Geburtstag Papst Johannes XXIII. emittierten Münze (1961). Offizielle jährliche Papstmünzen sind die anläßlich der Papstwahl Pauls VI. (21. Juni 1963) und seines 80. Geburtstages (1977) erschienen Exemplare, während die feierliche Inauguration des Papstes (30. Juni 1963) eine außerodentliche Münze verewigt. Alle in der Sammlung gezeigten Papstmünzen von Johannes Paul II. sind jährliche offizelle Münzen, die zu Ehren seiner Wahl zum Papst (1978), seiner Pilgerfahrt nach Fatima (1982), anläßlich des Erscheinens der Enzykliken (1979, 1989, 1991) sowie des Konzil­jubiläums (1982) geprägt wurden. Münzen für den Zeitraum zwischen dem Ableben eines Papstes bis zur Inthronisierung seines Nach­folgers (Sedis Vacantia oder sede vacante) werden schon seit frühester Zeit geprägt. Gedenkmünzen jedoch erst seit 1691, nachdem Papst Alexander VIII. verstarb. Der Beitrag stellt die Gedenkmünze des Sede 389

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