A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 39-40. - 1997-1998 (Nyíregyháza, 1998)

Helytörténet - Ágota Hegedűs: Die Situation der Lehrer und Schulen in den Dörfern des Bereg im 19. Jahrhundert

Tanítók és iskolák helyzete a XIX. században... denen der Freiheitskampf Erwähnung fand, so daß uns über diesen Zeitraum nur wenig Informationen zur Verfügung stehen. Bei der äußeren Erscheinung des Lehrers wurde nicht mehr so stark darauf geachtet, inwiefern sie die Bescheidenheit des Betreffenden ausdrückte, son­dern ob sie seine revolutionäre Gesinnung wider­spiegelte. Auch der Unterricht war großen Verän­derungen unterworfen. Eine ganze Reihe der bis dahin genutzten guten Lehrbücher ließ man ver­nichten. An ihrer Stelle durften nur noch neue Werke von kaisertreuen Autoren in deutscher oder ungarischer Sprache verwendet werden. Der Kaiserhof hätte es gern gesehen, daß Ungarn tatsächlich unter habsburgische Aufsicht gestellt wird. Deshalb war an den Hochschulen ab 1850 die Benutzung der deutschen Sprache Pflicht. Ungeachtet der Verstaatlichung blieb die Kon­trolle der Lehrer, wenn auch etwas verändert, weiter­hin bestehen. Schulinspektoren wurden nicht mehr unter den Kirchenältesten ausgewählt, sondern von nun an bekleidete dieses Amt nur noch eine Person. Die Aufgaben des Schulinspektors blieben dagegen ähnlich. Er hatte - die Schule zu besuchen, -den Lehrer zu beaufsichtigen (Bekleidung, Behandlungsweise), - auf den Zustand der Schule zu achten. Gab es Probleme mit dem Lehrer, war der Ins­pektor angehalten, der Tragweite entsprechend, entweder den Pfarrer oder den Bezirksschulinspek­tor zu informieren. Eigentlich bestand die Aufgabe des Schulinspektors also darin, zwischen Schule und Gemeinde zu vermitteln. Den Jahresbericht mit seinen Beobachtungen mußte er nicht nur der weltlichen, sondern auch der kirchlichen Obrigkeit unterbreiten. Das neue System zog auch eine neue Form der Bezahlung nach sich. Jeder Lehrer bekam das glei­che Gehalt, unabhängig vom Ort seiner Tätigkeit und dessen Größe (der Anteil von Geld und Natu­ralien blieb aber unverändert). Ebenso wie die Revolution von 1848 brachte auch der Ausgleich im Jahr 1867 beträchtliche Verän­derungen im Schulsystem. Zwar hatte es schon 1843-44 Versuche zur Vereinheitlichung gegeben. Der große, endgültige Umschwung war jedoch mit dem Namen des Barons József Eötvös von Vásáros­namény verbunden. Er initiierte 1868 - die Gleichberechtigung der Konfessionen, - das Nationalitätengesetz, - das Gesetz über die Schulpflicht. Mit Einführung der Schulpflicht wurde für Lehrer vorgeschrieben, die Lehrerbildungsanstalt zu absol­vieren und darüber ein Zeugnis vorzulegen. Prü­fungsfächer waren Religionslehre, Erziehungslehre, Muttersprache, Deutsch, Mathematik, Geographie, Geschichte, naturwissenschaftliche und Kunstfächer. Die Schulen, ihre Einrichtung, die Lehrer und Schüler wurden inspiziert und die Mängel behoben. 1873 gründete man neben dem Debrecener Lehrerinstitut eine Schule für Praktikanten, so daß die entsprechende Ausbildung der Lehrer noch wichtiger wurde. Ihre Aufgaben waren nicht mehr so viel­schichtig. Gemäß einer Entscheidung von 1897 unterschied sich von da an das Kantor- und Lehrerge­halt. Damit konnte zum Anfang des 20. Jahrhunderts ein erstarktes Schulsystem geschaffen werden. Übersetzt von Gotlind B. Thurmann Ágota HEGEDŰS Vásárosnamény H-4800, Hunyadi Str. 5. 243

Next

/
Oldalképek
Tartalom