A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 37-38. - 1995-1996 (Nyíregyháza, 1997)

Néprajz - István Páll: Ethnographische Forschungsgeschichte der Nyírer Fluren

A nyíri Mezőség néprajzi kutatása Ethnographische Forschungsgeschichte der Nyírer Fluren Der Name (Nyíri Mezőség) dieser kleinen Region im Komitat Szabolcs-Szatmár-Bereg ist in der historisch­ethnographischen Fachliteratur nahezu unbekannt, obwohl er in einer Abgabenliste schon Mitte des 18. Jahrhunderts auftaucht, gleichwertig mit dem Land­schaftsnamen Nyirgegend. Der große Statistiker des letzten Jahrhunderts, Elek Fényes, benutzte den Na­men Mezőség ebenfalls, und das Attribut „nyíri" setzte István Balogh davor - sicherlich zwecks besserer Unterscheidung von den ähnlichen Landschafts­namen. Die Nyírer Fluren (wozu die Gemeinden Tiszadada, Tiszadob, Tiszaeszlár, Tiszalök, Tiszanagyfalu, Tisza­vasvári - das alte Tiszabüd und Bűdszentmihály ­sowie einzelnen Forschern zufolge Polgár gehören) werden aus geographischen und ethnographischen Gründen von der Nyirgegend unterschieden. Das Kli­ma der Gegend ist ein Übergangsklima. Hier fallen wesentlich mehr Niederschläge als in den südwestlich davon liegenden Gebieten. Der einzige Wasserlauf, die am Rande der Region entlangfließende Theiß, hat die Herausbildung der Bodentypen entscheidend beeinflußt. Die in der Umgebung von Tiszavasvári entstandenen alkalischen Landstriche und die vor der Flußregulierung regelmäßigen Überschwemmungen bestimmten auch die Lebensweise der Bevölkerung. Die sich zwischen Tiszadada und Tiszadob hinziehen­de Reihe von Sanddünen bildet ähnliche Formationen wie in der Nyirgegend. Ähnlich zur Hortobágy begünstigten die natürlichen Gegebenheitung die Großtierhaltung, besonders im Raum Tiszavasvári, und die Tierhaltung führte zur Her­ausbildung eines speziellen, in fast jeder der hiesigen Siedlungen zu beobachtenden Systems von Ställen und Gärten. Der als Folge der türkischen Eroberung einsetzenden Verödung wurde im 18. Jahrhundert in der Gemarkung Szentmihály durch Schaffung eines Systems von Gehöften Einhalt geboten, wie man sie ähnlich in der Großen Tiefebene findet. Die zur LInterscheidung von der Nyirgegend auf­gezählten Kriterien verschwanden im 19- Jahrhundert infolge der Flußregulierung bzw. von Dammbauten (mit denen man gerade in diesem Raum begann), und in den Gebieten, die dem Wasser abgerungen wurden, machte auch die Tierhaltung nach und nach dem Ackerbau Platz. Gegenstand der vorliegenden Arbeit sind die wich­tigsten Ergebnisse der historischen und ethno­graphischen Forschung in diesem Gebiet. István PÁLL Freilichtmuseum Sóstó Sóstógyógyfürdő Pf. 1. H-4431 A Jósa András Múzeum Évkönyve 1997 225

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