A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 36. - 1994 (Nyíregyháza, 1995)

György Goldman–Júlia G. Szénászky: Die neolithische Esztár-Gruppe in Ostungarn

Die neolithische Esztár-Gruppe in Ostungarn Abb. 3 3. kép ziemlich niedrig (Abb. 5), die andere, höhere, wur­de vereinzelt glockenför­mig gestaltet. Bei allen Schalen mit dieser An Röhrenfuß dürfte es sich um die später gefertigten Typen handeln. Zur Serie der größeren Gefäße ge­hören vorerst verschiede­ne Töpfe, die in einigen Fällen eine leicht ausbie­gende Mündung haben. Häufig kommen auch Töpfe mit zylindrischem Hals vor. Ihre erste Gruppe bilden vor allem die quadrati­schen Gefäße. Dieser Typ scheint u. E. eher vierblasig zu sein. Die Blasen sind in einigen Fällen kaum ausgedrückt, in anderen wiederum überspitzt, was mit einem Buckel besser zum Ausdruck käme. Gut ist auch die aufragende Wölbung mit gemaltem Muster zu erkennen. Der Hals dieses Typs hat immer zylindrische Form und mitunter ziert ihn ein mensch­liches Gesicht. Im Fundmaterial der Esztär-Gruppe gibt es bislang nur ein einziges Gesichtsgefäß, dessen Bruchstücke M. Sz. Máthé in Berettyószentmárton­Morotva fand. Am unteren Teil des Halses sitzen häufig zwei kleine Henkel. Auch in der Feinkeramik findet man Töpfe mit kugelartigem Körper. Einzelne dieser Gefäße haben ebenfalls vier Ausbauchungen. Die beiden letzgenannten Typen sind größtenteils Abb. 4 4. kép mit schwarzer Farbe auf rotem Gfünd verziert. In der Literatur ist die Annahme verbreitet, daß sich in den unbemalten Zwischenräumen weißer Sinter abgela­gert hat, den man für weiße Bemalung hält. Unsere Beobachtungen aber zeigen hier etwas anderes, und zwar, daß eine Schicht der Bemalung abblätterte. Das bedeutet: wo das Gefäß auf rotem Grund schwarz bemalt war, dort verschwand die schwarze Bemalung und das Gefäß sieht rot aus. Wo man aber nur den roten Überzug auftrug, ist dieser verschwunden und die Gefäßwand blieb ohne Bemalung. Die schwarze Bemalung besteht meist aus Linienbändern, geordnet in einem Bogen oder Gittermuster. Eine breite Linie wird jeweils von schmalen Linien begleitet. Wie bereits erwähnt, sind die Gefäße im allgemei­nen von einer Schicht sog. roten Schlickers bedeckt. Dieser rote Überzug ist bei der Feinkeramik nicht nur außen, sondern auch an der Innenseite zu beobach­ten. In Einzelfällen hatte man die schwarze Bemalung nach dem Brand aufgetragen. Die Wandstärke der dünnwandigen Gefäße beträgt kaum einige Millimeter. Ein sehr weit verbreitete Typ, natürlich kleinerer Abmessung, ähnelt den oben behandelten quadratischen Gefäßen. Ein anderer Typ dieser Art ist das Bombengefäß (Abb. 6), der kugelartige Napf der Bandkeramik. Einzelne tiefe Schalen ziert eine Bemalung aus Horizontalstreifen. Zum Inventar der Esztár­Gruppe gehören natürlich auch einige, im Laufe der Neolithikums entstandene, allgemeine Typen, die in der Beschreibung der Ty­pologie als Sonderformen gekenneichnet sind. Die Zahl der gefunde­nen Schmuckgegenstän­de ist gering. Dem im Zei­talter des mittleren Neo­lithikums weit verbreite­ten Brauch entsprechend fungierte die Spondylusmuschel - ob nun als Armring oder Anhänger - als eines der prachtvollsten Trach­tenelemente der Menschen. Wie in der Literatur bereits festgestellt, handelt es sich bei der Esztár-Gruppe um eine späte Gruppe der ALK. Ausgehend von diesem Standpunkt suchen wir nach Zügen, an denen sich diese Verwandtschaft zeigt. Im allgemeinen liegen die Siedlungen in ver­hältnismäßig niedriger Höhe über dem Meeresspie­Jósa András Múzeum Évkönyve 1994 Zffl

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