A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 30-32. - 1987-1989 (Nyíregyháza, 1992)
Wolf Mária: Előzetes jelentés a borsodi földvár ásatásáról (1987–1990)
bestimmt werden, bis wir seine Beziehung zu den Schanzen nicht geklärt haben. Eines der schönsten Stücke, das aus der Füllerde des Grabens zum Vorschein kam, ist das palmetten verzierte knöcherne Plättchen, bei dem es sich vermutlich um das knöcherne Mundteil eines Lederschlauches handelt (VI. Tafel, 4). Dem gegenwärtigen Stand der Forschungen zufolge sind wir der Auffassung, daß die im Burginneren erschlossene Siedlung den beiden Perioden des Schanzenbaus vorausgeht; möglich, daß die unter der dichten Gitterkonstruktion gelegene einfache Erdschanze zu dieser Siedlung gehört hat. Diese Siedlung wurde zerstört, aller Wahrscheinlichkeitnach brannte sie ab, was von den sekundär verbrannten Funden belegt wird. Für eine zu den zwei Schanzenbauperioden gehörende Siedlung gibt es vorerst keine Spur, und wie bereits erwähnt, ist auch Rolle und Alter des die Burg durchquerenden Grabens noch ungeklärt. Als unsere weitere Aufgabe sehen wir es an, das Verhältnis zwischen Graben und Schanze zu bestimmen, ebenso wie die Ausdehnung der in der Burg gefundenen Siedlung, die Stelle des Burgtores und dessen Bauweise zu klären. Als äußerst wichtig erachten wir ferner die weitere Erforschung der außerhalb der Burgschanzen gelegenen Kirche, lassen die 1926 zum Vorschein gekommenen Streufunde doch daraufschließen, daß die Kirche in ihrer ersten Form schon zur Árpádenzeit stand. Zu unseren langfristigen Plänen gehört es, die in der engeren und weiteren Umgebung der Erdburg ans Tageslicht gekommenen Teile eines landnahmezeitlichen Gräberfeldes zu lokalisieren und - soweit dies möglich ist - zu authentifizieren, denn nur so können wir ein vollständiges Bild über das Leben eines unserer landnahmezeitlichen- und frühárpádenzeitlichen Zentren gewinnen. Mária WOLF Herman Ottó Múzeum Miskolc (Pf. 4. H-3529) 436