A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 18-20. - 1975-1977 (Nyíregyháza, 1983)
Juan Cabello–Zsuzsa Lukács: Die Erforschung der reformierten Kirche in Nyírmihálydi
Die Erforschung der reformierten Kirche in Nyírmihálydi Der Chor der einschiffigen Ziegelkirche mit halbkreisförmigen Chorabschluss und mit Flachdecke wurde einst durch drei, die östlichen, bzw. die westlichen Ecken ihres Schiffes durch je zwei Stützpfeiler gestärkt. An dem Chor sind drei — aus Ziegeln herausgebildeten — Fenster mit Halbkreisabschluss zu finden. Die südliche Wand des Schiffes wird ebenfalls durch drei, nach innen und nach aussen trichterförmige Fenster mit leichtem Spitzbogenabschluss durchbrochen. Die südliche und nördliche Fassade des Schiffes ziert ein zackenförmiges Obergesims aus Ziegel. Zu der Kirche wurde noch im Mittelalter eine Sakristei zugebaut, die mit Tonnengewölbe bedeckt wurde. Den ursprünglichen Eingang der Kirche konnten wir wegen der Umbauarbeiten im 18. Jhd. nicht feststellen. Ebenfalls im Mittelalter erfolgte die Bemalung des Kircheninneren. Heute sind nur noch an der Südwand des Schiffes (Höllenszene eines jüngsten Gerichtes aus dem 15. Jhd.), sowie an den Fensterzargen des Chores einige grössere Fragmente zu sehen. Die der Mitte des 18. Jhds gefertigte Renaissance-Bemalung mit Blumenmuster umrahmt noch die mittelalterlichen Fenster des Schiffes. Im Verlaufe des Umbaus in den letzten Jahren des 18. Jhds wurde das Schiff in westlicher Richtung verlängert, gleichzeitig wurden die drei mittelalterlichen Öffnungen des Schiffes zugemauert, und statt dieser wurden (an der Südwand zwei, an der Nordwand ein) grosse Fenster mit Segmentbogen ausgebildet, ausserdem wurden auch die Fenster des Chores zugemauert. An der südlichen Seite entstand eine mit Tschechkappengewölbe bedeckte Vorhalle. Die genaue Zeit der Entstehung der Kirche kennen wirt nicht, aber aut grund der Grundrisseinteilung und der Detaillesformen nehmen wir an, dass sie schon im 13. Jhd. bestanden hat. Die Kirche in Nyírmihálydi gehört zu einer typischen Gruppe der mittelalterlichen Dorfkirchen im Bezirk Szabolcs-Szatmár, deren Eigentümlichkeit es ist, dass ihr Chor mit drei Stützpfeilern erbaut wurde (z. B. Nyírbéltek, Baktalórántháza u. s. w.) Juan Alberto Cabello — Zsuzsa Lukács 85