A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 15-17. - 1972-1974 (Nyíregyháza, 1982)

Csiszár Árpád: Der Ochsenunterhalt im Leben des Kleinbauerntums in Szatmár-Bereg

Die Ochsenhaltung im Leben des Kleinbauern­tums in Sathmar-Bereg Die Grundlage der Bauernwirtschaften ist die Viehhaltung, zum Teil als Zugkraft, zum Teil als die Erhöhung des Wohlstandes sicherndes Kapital. Als der Knabe schon ein Bursche wurde, war er bestrebt, sich ein Färsenikalb zu verschaffen. Es wurde von der ganizen Familie gepflegt. Die Sommerfütterung des Kalbes und der Kühe war die Aufgabe der Frauen. Täglich brachten sie auf dem Rücken Unkraut für das Vieh von dem Feld oder von dem Maisfeld. Der junge Mann, der schon als Wirt angesehen werden konnte, nahm seine Kuh mit, mit der wohlhabenden Braut bekam er auch einen Erstling. Das schwache Kuh­gespanm mit den zwei Tieren war schon gesichert, wenn sie kein eigenes Feld hat­ten, konnten sie damit ein Anteilland bewirtschaften. Das weitere Ziel war die Och­senizucht. Man hielt das graue ungarische Vieh. Die Ochsen wurden paarweise ge­halten. Man hat es für sehr wichtig gehalten, dass die Grösse und der Körperbau der Ochsen das gleiche sind, das galt ebenfalls für die Hörmer. Der Ochsenwirt wanderte deshalb im Herbst vom Stall zu Stall, vom Markt zu Markt, um für sein Färsenkalb ein passendes Gegenstück zu finden. Die Jungochsen wurden im Sommer in der Viehherde gehalten. Wenn sie sich in dem ersten Jahr nicht gleich entwickelten, waren weitere Tausche nötig. Die Winterfütterung dieser Tiere war sehr mager, sie haben Heu und Futter von guter Qualität nicht bekommen, ihre Fütterung bestand aus Rüttstroh, Schilfgras und Maisstengel. Mit drei Jahren hat man schon den jungen Ochsen bespannt, in ein Vierer­gespanni, so wurde er zu den Sachen abgerichtet. In der Bauennwintschaft hat man den Ochsen bis zu seinem 4—6 Lebensjahr gehalten, dann am grosse Güter verkauft. Auch aus dem Dunántúl (Transdanubien) sind welche auf die Märkte in Csenger, Namény, Fehérgyarmat, Kisvárda gekommen, um dort einen Ochsen zu kaufen. In der Bauernwirtschaft mit 10—12 Joch war bei dem Verkauf des Ochsen, schon das nächste Jungochsengespann, sogar das nächste Färsenkalbpaar da. Bei dem Kauf von Kalben und Ochsen hat der sachkundige Wirt das ausgesuchte Tier von dem Maul bis zum Schwanz und bis zu den Klauen gründlich untersucht. Er hat auch den Gang des Tieres beobachtet. Der Preis, den sie für den Ochsen bekamen, war das Vermögen der Familie, es wurde nicht verzettelt, sondern der Vermehrung des Grundbesitzes gewidmet. Der Wert eines Oohsenpaares wurde dem eines halben Grundstückes gleichgesetzt. Der Ochs wurde mit Kommando dirigiert. Der Treiber dirigierte seine Tiere mit ständigen Rufen. Wenn man mit Ochsengespann zu Besuch oder auf den Markt fuhr, hängte man auf das Horn des Ochsen einen Quast. Einem Teil der weiden­den Tiere hängte man eine Viehglocke um. Diese Ochsenwirtschaftführung bei den Bauern hörte mit der Einführung der in­dustriemässigen Landwirtschaft völlig auf. Árpád Csiszár 148

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