A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 11. - 1968 (Nyíregyháza, 1969)

Fintha István: Die Vögel der steilen Uferwände der Szamos in Ungarn

DIE VÖGEL DER STEILEN UFERWÄNDE DER SZAMOS IN UNGARN Das Gestade der Szamos ist eine, eigenartige Möglichkeiten bietendeRandbiozö­nosis, deren wenige Vogerspezies in keinen der benachbarten Assoziazionen vor­handen sind. Die Gründe der Durchdringungen in die Richtung der Grenzgebiete sind in den Umständen des Erwerbens der Nahrung zu suchen. Diese Zönosis hat vier ständige Spezies. Der Merops apiaster, der Alcedo atthis und der Riparia riparia verwendet zum Nisten ausschließlich die Möglichkeiten der hohen Uferwände. Auch der Passer läßt sich hier lieber nieder, kann aber auch nicht fehlen, da sein weites Verbreiten viele einschränkende Faktoren auf den land­wirtschaftlichen Gebieten erschweren. Der Alcedo holt seine Nahrung ausschließlich aus dem Wasser. Die Mehrheit der Nahrung des Merops besteht aus Libellen, Stacheligen, Schmetterlingen der Wassernähe, sowie der ufernahen Weiden, Kleewiesen, Luzernerfelder. Der Riparia raubt die kleinen, fast überall vorkommenden Insekten. Der Passer nährt sich hier von ruderalen Pflanzenassoziazionen — hauptsächlich mit deren Insektenwelt — des Gestades und des Uferrandes der Szamos. Die charakteristischeste Spezies ist hier der Merops apiaster. Seine gegenwärti­gen Mengen erinnern noch an seine ehemaligen großen Kolonien. Daß er hier noch dominiert, erklären die durch die Uferentwicklung gegebenen Möglichkeiten und die Verminderung der Zahl des Riparia riparia. Der Alcedo atthis wird durch die störenden Umstände der sich entwickelnden Agrotechnik und durch die industrielle Verunreinigung des Wassers zurückgedrängt. Außer den hier erwähnten Spezies der Nesthocker kolorieren dieses Gebiet — eben wegen seiner eigentümlichen Züge — nur die Anwesenheit weniger und spontan auftauchender Spezies. Die Möglichkeiten des Nestbaues sind — infolge der Entwicklung des Ufers, der vernichtenden Arbeit des Flusses — in ständiger Änderung. Die Indiwiduum­zal der Kolonien wird immer kleiner, die Möglichkeiten der sich jährlich neugestal­tenden Nestkolonien werden stufenweise kleiner. I. FINTA 279

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