A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 11. - 1968 (Nyíregyháza, 1969)

Sz. Muraközi Ágota: Die Beziehungen zwischen den Bauernmalern und der Volkskunst

mit den Kinderzeichnungen in Verwandschaft gebracht werden können. Aber das sich in den Schöpfern meldende künstlerische Bewußtsein ist schon die Äußer­ung der individuellen künstlerischen Anschauung (Juli Dudás, Margit Vankó, Zsófi Aradi). In den Werken der ungarischen Bauernmaler sind zweierlei Ausdrucks­weisen. Der eine bringt seine Sehnsüchte, Träume an die Leinwand. Die darge­stellten Gegenstände erwachsen zu Symbolen. Ihre Bilder tragen surrealistische Elemente in sich. Der größte Repräsentant dieser Gruppe ist János Gajdos. Die andere Gruppe der Bauernmaler wendet sich mit Liebe an die Darstellung der konkreten objektiven Welt. Sie rufen in ihrer Kunst die Alltage und Feiertage des traditionellen bäuerlichen Lebens wach. Das verwirklicht sich in den Werken der zwei reichbegabten Maler Elek Győri und Péter Benedek. Győri ist ein anekdotie­render Erzähler mit heiterer Laune, bei Peter Benedek dominiert der lyrische Ton. Im Zeitraum zwischen den zwei Weltkriegen gaben die gesellschaftlich-poli­tischen Umstände diesen begabten Bauern keine Möglichkeit zu gelehrten Künst­lern zu werden. Diejenigen, die von ihnen auf die Akademie der bildenden Künste kamen, haben ihre naive Frische verloren, die höheren technischen Kenntnisse konnten sie sich nicht aneignen und in ihrer eigenen Kunst verwenden. Aus diesem Kreise schufen nur diejenigen auch noch heutzutage wertvolle Kunstwerke, denen es gelang, ihre instinktive Ausdruckskraft zu bewahren. Á. SZ. MURAKÖZI 200

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