A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 3. - 1960 (Nyíregyháza, 1963)

Csallány Dezső: Die Denkmäler der szeklerisch–ungarischen Kerbschrift

Munkám nem helyettesíti Sebestyén Gyula és Németh Gyula össze­foglalásait, 103 csupán az újabb adatok, olvasatok alapján azokat kiegé­szíti és helyesbíti. A székely-magyar rovásírás betűit, az I— V. mellékleten táblázat­ban vontam össze. Csallány Dezső DIE DENKMÄLER DER SZEKLERISCH­UNGARISCHEN KERBSCHRIFT Die Denkmäler der szeklerischen Kerbschrift finden wir in den zusammen­fassenden Werken von Gyula Sebestyén (1915) und Gyula Németh (1934). Diese meine Zusammenfassung kann die erwähnten Studien nicht ersetzen. Sie verbessert und ergänzt nur jene mit neuen Daten und Lösungen. Die Kerbschriften und literarischen Denkmäler behandle ich in der Reihenfolge Ihrer Entstehung. Die, bei der Revision erhaltenen Ergebnisse erwähne ich bei den einzelnen Denkmälern, die Kerbzeichen, und die gebrauchten Zusammensetzungen (Ligaturen) aber, fasse ich in Tabellen zusammen. Das älteste unter unseren Denkmälern der szeklerischen Kerbschrift (erste­Hälfte des XV. Jahrhunderts) kam in Karácsonfalua (1) (ehemaliges Komitat Udvarhely, Rumänien) vor. Németh und Franz Altheim beschäftigten sich damit, aber ohne Erfolg der Entzifferung. Die Rekonstruktionszeichnung zeige ich auf Abbildung 4. Weiters gebe ich die richtige Lösung der Aufschrift: HOMORÓD-KARÁCSON-FALVIAK MEND ŐK HUN-SZÉKELY ÍRÁSOK. (Die, aus Homoród-Karácson-Falva, sind alle liunnisch-szeklerische Schriften.) Für sie ist charakteristisch: Die Zeilenführung im Halbkreis von rechts nach links abwärts, die große Zahl von Ligaturen und ihre ungewöhnliche Verwendung. Auffallend ist die Auftürmung, der Zusammenbau der Kerbzeichen, und daß sie auf den Kopf, oder auf die Seite gestellt sind. Das eckige о und h erscheint im Ein­kerbungsmaterial zum erstenmal. Das türkische, dreieckige A'-Zeichen ist allein nur hier bekannt. Neben k(a) 1 , (ő)k 5 ( =q) gibt es hier auch Zeichen für (a)k 2 , (é)k 3 , {o)k*. Das Zeichen für k'° veränderte sich ö=k(q). Das samaritaner e ist das Zei­спзп für das mit tiefen Vokalen stehende geflügelte s(sch). Die Ligatur für то. Der Gebrauch der Zähnung von c, offen, ohne Hilfslinie. Die ungewohnte Form des r-Zeichens. Die zwei Verbindungslinien des 7 stimmen mit Székelyderzs und Kons­tantinopel überein. Bei der Aufschrift aus Székelyderzs (2), gab ich die Entzifferung im Gegensatz mit Dezső Pais: MIKLÓS-KÁNTOR PAPATYA (Kantor Nicolaus Pfaffe). (1431?) Die Datierung der Jahreszahl, außerhalb des Rahmens ist bemerkenswert. Die große Zahl der Ligaturen und die Weise ihrer Verbindungen gaben ein neues Resultat. Das Nikolsburger Alphabet (3), als die älteste Buchstabenfolge, näherte sich am besten der Technik des Kerbschnitts in Holz. Seine seltsamen Ligaturen sind zu beachten. In der cAr-Zusammenziehung findet das k(q)-Zeichen seinen Ursprung in dem Wort ők, von Karácsonyfalva. In der Kopie des Kerbenkalenders von Marsigli (4) konnte man den Bustro­phedon nicht bestimmen. Die Benützung des verkürzten r-Zeichens, nach der Be­obachtung anderer Kerbschnittdenkmäler, mußte ich als Ligaturenelement beach­ten. Mit mehreren Auswertungen der Ligaturen weiche ich von den früheren Lös­sungen ab. Die Betonung dieser war hier unnötig, die abweichenden alten Lösungen setze ich in Klammern. Ld. az 1—3. alatti jegyzetet. 122

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