Somogyi Múzeumok Közleményei 12. (1996)
Bárdos Edith: Az avarkori öntött bronz korongok viseleti szokásához a zamárdi avar temető alapján
106 BARDOS EDITH between the two shin bones. The disc costume of Zamárdi differs from the female costume of the graveyard of Tiszafüred in a respect that the disc strapping was decorated with pressed, later casted and rectangle shaped fittings and straptips. The bronze castings must have had there functions: strapdivider, suspended ornament with handles and ornament disc. Often keys were attached to the discs, tied on with leather strap and which can be found beside the discs. Apart from the practical purposes, the intellectual content, what the discs convey, is also important. The discs had a protecting, defensive role and a prophylactic impact. The discs - illustrating a genealogical tree - are significant, being an additional material to the body of beliefs, shamanistic world concept of the population after 670-680. The discs are also present in the griffin tendril ornamented graves, here the number of the geometric types is reduced and the floral and animal illustrations are increased. The dumping of Byzantin jewels, tje wearing of the large-sized bronze and silver earrings with raised hangings and dodekaéder shape are peculiar to the Der Verfasser verrichtet die Freilegung des awarischen Friedhofs am Südufer des Balatons seit 1980. Es wurde vom Fundmateial von fast 2300 Gräbern vom Verfasser vor allem die sogenannten Scheibengräber, ihre Scheiben vorgestellt. Diese Fundgruppe des Friedhofs scheint mit dem Friedhof in Tiszafüred eng verwant zu sein. Es kommen dieselben Type mit geometrischen pflanzlichen, Tier- und Menschverzierung vor. Das sind Zubehören der charaktreristischen Frauentracht einer nach 670/680 erschienen Gruppe der heterogenen Bevölkerung. Die Zierscheiben wurden auf den mit einem einfachen oder zwischen den beiden Beinen hängenden mit Großriemenende verzierten Frauenriemen gehängt. Die Scheibentracht in Zamárdi unterscheidet sich von der Frauentracht in Tiszafüred, daß das Scheibenriemenwerk oft mit gepressten, später mit gegossenen rechteckigförmigen Beschlägen, mit einem Riemenende verziert wurde. Die Bronzengüße erfüllten wahrscheinlich 3 Funktionen: riemenverteilende Funktion, Ohrgehänge, Zierscheibe. Auf den Scheiben wurden oft Schlüssel gehängt, die oft mit einem Lederriemen auf den Riemen verstärkt wurden, deshalb befinden sie sich neben den Scheiben. Neben den praktischen Zielen war sehr wichting der durch die Scheiben vermittelte geistige placted and to the griffin tendril ornamented graves as well, beside bulls and torques can also be found. The absence of vessel furniture and the usage of coffin crosses are typical of both groups. The pressed silver, bronze and tinned bronze plate crosses were nailed to textile, at the tips of the coffin. According to the great occurrence of the Christian signs, presumably those who wore them must have been Christians. The author - in connection with the disced graves - surveys the data relating to the connection of Avar people and Christians. The graveyards at Zamárdi and Káptalantót prove that the summoning of the episcopal conference in Linz in 796 was justified, where an attitude of principle was risen probably because of the existence of these Christian ethnic groups. The findings of the disced graves will be demonstrated in the second part of the publivation, with special regard to the scratched-punched ribbon plaited belt ornaments. The author intends to deal with the issue of chronology and origin in the second part of the publication. Hintergehalt. Die Scheiben hatten eine bewahrende und schützende Rolle, die hatten eine unglückverhütende Wirkung. Bedeutend sind die Zierscheiben mit Lebensbäumen als Angaben zur Lebenswelt, zum schamanistischen Weltbild der Bevölkerung nach 670/ 680. Auch in der Gräbern mit Greifen - Ranken befinden sich die Scheiben. Hier nahm die Anzahl von geometrischen Typen ab, aber die Darstellung der Pflanzen und Tiere wird reicher. Sowohl für die Gräber mit Platten als für die Gräber mit Griefen - Ranken ist charakteristisch das Dumping der provinziellen bysantischen Schmucksachen, die Tracht der großen Ohrgehängen aus Bronze, vergoldeter Bronze und Silber mit hochgezogenen Kugelgehängen und mit Form von Dodekaeder, bzw. Bullen und Halsbänder kommen vor. Gleichzeitig ist für die beiden Gruppen der Mangel der Gefäße und der Verbrauch der Sargkreste charakeristisch. Die gepressten silberen, bronzenen, verzinnten Bronzenblechkreste wurden an den beiden Enden des Sarges auf Textilien aufgenagelt. Es ist nach dem Vorkommen des christlichen Symbols in großer Zahl vorausetzbar, daß ihre Träger Cristen waren. In Zusammenhang mit den Scheibengräbern überblickte der Verfasser die früheren Angaben zum Verhältnis der Awaren zum Cristentum. EDITH BÁRDOS: ANGABEN ZUR TRACHTGEWOHNHEIT DER GEGOSSENEN BRONZENSCHEIBEN AUS DER AWARENZEIT NACH FUNDMATERIAL DES AWARISCHEN FRIEDHOFS IN ZAMÁRDI Zusammenfassung