Somogyi Múzeumok Közleményei 6. (1983)

Dénes Zsófia: Csokonai utolsó útja.

CSOKONAI UTOLSÓ ÚTJA 129 ZSÓFIA DÉNES: DIE LETZTE REISE DES MIHÁLY CSOKONAI VITÉZ Die legendenumwobene Person des Dichters Mi­hály Csokonai Vitéz (1773-1805) bewegt seit zwei Jahrhunderten die Phantasie von Literaturhistorikern und Schriftstellern, Je nach Epoche wurde jedoch sein Image mit jeweils anderen Zügen belebt, über einen längeren Zeitraum hinweg hielt sich das Bild des trinksüchtigen, immer bestgelaunten Poeten hart­näckig. Die Grundlagen dafür lieferte Sándor Petőfi, der in einem seiner Gedichte dem Dichtervorfahren ein Denkmal setzen wollte. Zu Beginn des 20. Jahr­hunderts zog Csokonai- damals insbesondere durch den Dichter Endre Ady —, der unverstandene, in seiner Heimat in die innere Emigration gezwungene Dichter, die Aufmerksamkeit auf sich. Das Schicksal des im 18. Jahrhundert gelebten Dichters übte auf diese Weise eine doppelte Wirkung auf Zsófia Dé­nes aus, die über etliche Jahre mit Ady freund­schaftlich verbunden war; neben der Person Csoko­nais, die einst tatsächlich lebte, war aber auch das Csokonai- Bild von Ady von prägnantem Einfluss auf die Autorin, deren Schrift als Resultat dieser doppel­ten Einflussnahme anzusehen ist. Sie unternimmt darin den Versuch, den Lebensweg von Csokonai bis zu dessen letzter Station mit den Mitteln des novel­listischen Essays nachvollzuziehen. Die Abschnitte und Ereignisse im Leben des Dichters (Abbruch des Studiums, Wanderjahre, Arbeitslosigkeit, ständige Geldnot, enttäuschte Liebe, Arbeit als Lehrergehilfe Необыкновенная личность Михая Чоконаи-Витеза уже два столетия привлекает внимание писателей и гктературоведов. Меняющиеся по эпохам пред­стагления о характере поэта становятся его портре­том Долгое время доминирующим о нем — чему помогли и стихи Шандора Петефи — было представ­ление как о пьянице, гуляке и бесшабашном поэте. В начале же нынешнего века на Чоконаи начали смотреть как на непонятого, являющегося изгоем у себя на родине поэта. Именно таким он выглядел в глазах Эндре Ади. В представлении Жофии Денеш о судьбе Михая Витеза также находит отражение эта двойственность: помимо традиционного взгляда , на поета еще и его образ, созданный Э. Ади. Резуль­татом подобного двойственного воздействия стала эта работа, в которой средствами новеллистичес­кого эссе делается попытка проследить жизненный путь поэта XVIII века вплоть до его кончины. Но истории литературы давно известны трагические моменты в жизни поэта (неоконченное образование, und Gelegenheitsdichter usw.) waren der Literatur­geschichte auch schon früher bekannt. Die einzelnen Stadien seiner Laufbahn baute auch Zsófia Dénes in ihr Werk ein, jedoch in der Absicht, anhand dieser einen in seiner Gesamtheit tragischen Lebensweg aufzuzeigen. Es handelt sich durchaus nicht darum, dass sie versucht hätte, aus dem historischen Abstand von zwei Jahrhunderten Erklärungen für Saehwerhalte längst vergangener Zeiten zu finden. Viel eher wollte sie, im Besitz einer ihr eigenen schriftstellerischen Sensibilität, das Schicksal von Csokonai nachvoll­ziehen und quasi selbst zu durchleben. Der Csokonai von Zsófia Dénes ist ein Poet, der zwar vom Wunsch, erfolgreich zu werden und sich einen Namen zu machen, beseelt, der jedoch gleichzeitig auch bereit war, zur Kenntnis zu nehmen, dass ihm all das nicht vergönnt war; der sich unaufhörlich weiterbildete, um am „Tau der Weisheit" zu sich selbst emporzu­finden. Am ausführlichsten spricht das Werk ^über den kranken Dichter, der Zeit und Gelegenheit hatte, Rückschau auf sein Leben und seine eigene Kunst zu halten. Sein sehnlichster Wunsch, zumindest im 20, oder aber im 21. Jahrhundert endlich verstanden und anerkannt zu werden, wird mit dem Buch von Zsófia Dénes, die mit ihrem Werk einen nicht zu unter­schätzenden Beitrag zur Verwirklichung dieser Sehn­sucht leistet, erfüllt. бродяжничество, поиски работы, безденежье, об­манутая любовь, работа помощником учителя, занятия поэзией от случая к случаю) . Обо всем этом говорится и в работе Жофии Денеш, но с той конечной целью чтобы увязать в целое трагедию поэта. Речь идет не о том, что автор спустя два века стремится дать объяснение далеким событиям, но скорее прочувствовать, пережить судьбу Михая Витеза. Ж. Денеш создает облик того поэта, кого интересовал успех, жажда самопроявления, который для этого сделал многое, но смирился с тем, что цели достичь ему не удалось. В ее глазах Чоконаи тот, кто много занимался собственным образо­ванием, чтобы постичь самого себя с „вершины мудрости". Больше всего Ж. Денеш пишет о боль­ном поэте, у которого есть время и возможности произвести оценку своей жизни и искусства. Поэтому особенно живо звучит его желание быть, наконец, понятым хотя бы в XX или XXL веке. Этому спо­собствует и работа Жофии Денеш. ЖОФИЯ ДЕНЕШ: ПОСЛЕДНИЙ ПУТЬ ЧОКОНАИ

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