Somogyi Múzeumok Közleményei 3. (1978)
Történelem - Lóczy István: A Kapos folyó völgyének rövid tájtörténeti áttekintése és a táj körülhatárolásának problémái.
IK KAPOS FOLYÓ VÖLGYÉNEK RÖVID TÁJTÖRTÉNETI ÁTTEKINTÉSE 353 KURZER LANDSCHAFTSHISTORISCHER ÜBERBLICK DES KAPOSTALES UND DIE PROBLEME DER UMGRENZUNG DER LANDSCHAFT Die Landschaftsbewertung und die Landschaftsforschung schaut auf keine alte Vergangenheit zurück, nicht einmal auch die Bewertung und Landwirtschaftsforschung des Kapostals. Die älteren Daten, Fachbeschreibungen im Bezug auf die Bewertung dieses Tals hielten mehr die Absonderung einzelner Faktoren, die landschaftsbestimmend sind, aus irgendwelchen Gründen für nötig. Die Gewässer des nach allen Seiten strömenden Flusses Kapos, vor der Regulierung, ihre weitreichenden Sümpfe, die um sie ausgebildeten mächtigen Wälder versicherten Schutz für die in dem Kapostal sich angesiedelten Menschen. Darum ist das Tal seit alten Zeiten ein bevölkertes Gebiet. Vor der Eroberung durch die Türken konnte die Anzahl der Dörfer, Meierhöfe, Gehöfte und Marktflecken neben der Kapos mehr als hundert sein. Nach den grossangelegten Verwüstungen der türkischen Eroberungen finden wir da nur 35 Dorfansiedlungen. Die nach der Regulierung folgenden Zeiten brachten wesentliche Veränderungen in die Natur-, Wirtschafts- und Gesellschaftsverhältnisse des Kapostales. Vor der Regulierung der Kapos macht das unnützliche Haingebiet nur 1800 Joche aus. Nach der Regulierung blieb insgesamt nur noch dessen 1%, das übrige wurde zum Ackerfeld, Wiese und Weide. Auch die Anzahl der Bevölkerung veränderte sich: im Jahre 1880 55 000, im Jahre 1920 88 000. Aber das 36% des Gebietes blieb ein Latifundium. Während der die Regulierung der Kapos folgenden Jahrzehnte kam die Landwirtschaft des Kapostals so sehr in Aufschwung, dass die Verwertung der Tiere und Naturalien schon in den 1860-er Jahren ein Problem bedeutete. Infolge des Problems der Verwertung vom Getreide, der engen Markt - und zurückgebliebenen Produktionsverhältnisse wurde die Notwendigkeit der Getreideveredelung und des Ausbaues entsprechenden Verkehrsnetzes immer dringender aufgestellt. Der grösseren Entwicklung der Tierzucht dienen die Futtererzeugung, die Brachfelder und Sumpfwiesen, die Weiden, die Eichelmästung und die gelben und schwarzen Rapskuchen, die in der Ölmühle von Jakob Márkus nach vielen hunderten und tausendten Stücken zu kaufen waren. Die Naturbegebenheiten des Kapostales und der begleitenden, sich zum Kapostal unmittelbar knüpfenden benachbarten Ramdlandschaften, die in dem Kapostal sich ausgebildete bedeutende landwirtschaftliche Kultur und alle mit dieser verbundene Wirtschaftstätigkeiten führten zur Ausbildung einer selbstständigen Region. Die Zunahme des Warenverkehrs wirkte schon auch am Ende des XlX-ten Jahrhunderts auf die Intensität der landwirtschaftlichen Erzeugung, hauptsächlich auf den von einstündigen Isokronen begrenzten Gebieten. Das Kapostal kann man auch auf dem Grunde seiner Naturbegebenheiten in mehrere kleinere Teile zerlegen. Die trennende Linie der klimatischen Wirkung, die die landwirtschaftliche Erzeugung bedeutend beeinflusst, zieht sich in der Gegend von Dombóvár. Westlich davon ist das Klima immer mehr ozeanisch. Nordöstlich von Dombóvár kommt die kontinentale Wirkung in der Richtung nach Mezőföld in immer gesteigertem Masse zur Geltung. Die zum Kapostal gehörenden Gebiete sind: die niedrige Lössoberfläche von südlichen Aussen-Somogy, die Nordseite des Zselic und die Mündungen der Täler mit Bächen, die sich zwischen die Hügelrücken einkeilen, das Kapostal von Dombóvár bis zum Koppány zwischen den Rändern von Aussen-Somogy und Tolnaer Bergrücken, und endlich der nach Norden von der Mündung des Koppánys in der Richtung nach Mezőföld immer breiter gewordene, dreieckiger Teil. Zum Kapostal gehören — zwischen der Quellengegend und Dombóvár — die folgenden Ansiedlungen: Im Norden: Somogysárd, Mezőcsokonya, Hetes, Kaposfő, Kaposmérő, Juta, Kaposfüred, Magyaregres, Magyaratád, Toponár, Répáspuszta, Orci, Zimány, Rácegres, Patalom, Büssü, Gyalán, Gölle, Taszár, Bate, Mosdós, Nagyberki, Szabadi, Csorna, Attala, Kapospula. Im Süden: Kiskorpád, Kaposszéplak, Kisasszond, Bárdibükk, Bárdudvarnok, Kaposdada, Kapós új lak, Kaposszerdahely, Töröcske, Zselickislak, Kaposszentjakab, Sántos, Szentbalázs, Kapós keresztúr, Kaposszekcső und die zu den vorgezählten Ansiedlungen gehörende Meierhöfe, Pussten, Gehöfte. Der nach der Regulierung der Kapos durch die errichteten Eisenbahnen und Kunststrassen sich ausgebildeter Anziehungsbereich hat die bisher erwähnten Grenzen überwachsen. Der Verkehr wendete sich nach dem Kapostal so, dass die Kaposgegend und die sie begleitenden Gebiete miteinander in eine stete Wechselwirkung geraten sind. Wir können also die Grenzen des Kapostals dort ziehen, wo diese wirtschaftliche Verknüpfungsysteme, Gegenwirkungen nachlassen, respektive wo die Landschaft bestimmenden Potenziale sich verändern. /. Lóczy