H. Bognár Zsuzsa: „Kaposvár Anno…” (Somogyi Múzeum 20., 1993)

ARCHÄOLOGIE Archäologischer Teil der Ausstellung demonstriert die Vorgeschichte der Urbanisierung. Hier sollten ca. 1000 Jahre präsentiert werden. Es gibt aber dazu keine Möglichkeit und wir haben ein ganz anderes Ziel. In unseren 8 Vitrinen beleben wir die charakteristischen Funde aus ver­schiedenen Zeiten nur symbolisch. Die awarische Bevölkerung des Kapos-Tals in den VIII-IX. Jahrhun­derten fand hier die landerobernden Ungarn. In 2 Vitrinen sieht man typische mit Fotos illustrierte Funde und Bestattungsarten der hier ge­lebten awarischen Bevölkerung. Das landerobernde Ungartum nahm das Gebiet im X. Jahrhundert in Besitz. Auf dem ganzen Gebiet des Komitats besitzen wir relativ we­nige Funde aus der Zeit der Landnahme, ausgenommen die in den letz­ten Jahren am Ufer des Plattensees durchgeführten Ausgrabungen. Im Gebiet von Kaposvár befindet sich eine unserer ältesten privat­gegründeten Abteien, die Kaposszentjakaber Abtei, Die im Jahre 1061 gegründete Kirche und das Kloster dienten in den mittelalterlichen Jahr­hunderten als Kirchenzentrum. Asl weltliches Zentrum dienten die Márk- bzw. Ropoly- Herrschafts­güter. Geschichte beiden Domänenzentren ist Geschichte von Besitz­prozesse. Unsere Urkunden aus dem Mittelalter erwähnen mehrere auf diesem Gebiet und in der Nähe liegende Dörfer, die später zerstört wur­den. Eine dieser Siedlungen war Keszi, dessen Kirche und Friedhof wir in der Nähe der Kaposszentjakaber Abtei ausgegraben haben sollten. Im 5. Saal sind die aus den Funden des Friedhofs neben der Kirche ausgewählten christlichen Bestattungsarten und typischen Trachten aus dem Mittelalter demonstriert. Die letzten zwei Vitrinen stellen eine Auswahl aus den Kaposvárer Burgfunden zur Schau. Durch zeitgenössische Darstellung wird der Zus­tand der Burg im XVII. Jahrhundert belebt. Der letzte Teil der Ausstellung präsentiert Zeit der Stadtzurückeroberung von Osmanen bis zum 12. November 1686. 54

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