Koppány Tibor - Sági Károly: A Kereki Fehérkővár története (Somogyi Múzeum 9., 1967)

GESCHICHTE DER BURG FEHÉRKÖ Unter den ältesten natürlichen Übergängen über den Balaton See bereitet die Fähre zvischen Tihany und Szántód die beste Übergangs­möglichkeit. Den hydrographischen und Höhenverhältnissen des Komi­tats Somogy nach konnte bereits in Urzeiten eine beinahe pfeilgrade in südlicher Richtung gegen den Balkan zu führende Strasse sich ausbilden. Neiben dieser 7 km vom Balaton-See entfernt liegt die Ge­meinde Kereki, welche in Urkunden das erstemal im Jahre 119*> Er­wähnung findet. Die Kirche der Gemeinde findet im Jahre 1333 zum erstenmal Erwähnung;. Die mittelalterliche Kirche von Kereki wurde Ende des XVI. Jahrhunderts mitsamt d'er Gemeinde vernichtet. Der Grundrissplan der Kirche ist nicht bekannt, die Gemeinde verdankt ihren Namen wahrscheinlich nach dem runden (ungarich = Kerek) Schiffe der Kirche. Die am S W-lichen Ende der Gemeinde Kereki, am steilen Hü­gelende des Waldes auffindbare Burgruine ist; in d'er Fachliteratur un­ter dem Namen Fehérkő bekannt. Die genaue Zeit des Burgbaues ist aber nicht bekannt, in Urkunden findet sie zum erstenmal in 1336 Erwähnung. Wahrscheinlich wurde sie nur kurz vorher erbaut, denn im Laufe unserer durchgeführten Ausgrabungen ergab sich kein älteres, den Zeiten der Árpádén entstammendes Fundmaterial. Fehérkő war bis zum Jahre 1396 eine königliche Burg. Zu Beginn der Regierung;zeit des Kőnings Zsigmond wurden in dieser Burg ebenso verzierte Öfen ge­baut, wie in der Buda-er königlichen Burg. Dies beweisen die auf­gefundenen Kachelbruchstücke, welche die gleiche Form aufweisen, wie die in der Buda-er Burg gefundenen. Am 16. Aug. 1396 schenkte König Zsigmond dem Gespan des Komitats Temas: Marczali Miklós die Burg Fehérkő mit allem Zubehör. Die Schenkungsurkunde erwähnt als Zubehör blos Kőröshegy, grund dessen konnte der Name der Burg identifiziert werden Zu Weihnachten des Jahres 1402 verschworen sich die mit der Regierung Zsigmonds unzufriedenen Magnaten gegen den König, unter ihnen auch die Familie Marczali. Im Laufe der Ereignisse belagerten die Anhänger des Königs die Burg Fehérkő. Dies konnte voir Oktober 1403 geschehen, denn am 8. Okt. schloss Zsigmond Frieden mit den Auf­ständischen. Nach dem Friedensschluss wuirde die Burg ausgebessert. Es wurden auch solche neue Öfen eingestellt, welche nach 1408 in der königlichen Werkstätte hergestellt wurden. Die Buirg und das zube­hörige Gebiet gelangte zufolge Erbschaft in Besitz der Familie Báthory. Einer Urkunde nach aus dem Jahre 1494 musste die Burg eine neuere Belagerung ausstehen. Diese Belagerung kann mit der nach dem Tode des Königs Mátyás erfolgten. Ereignissen, mit dem transdanu­bisehen Feldzug des Königs Miksa im Jahre 1491 zusammenhangen. Das Fundmaterial unserer Forschung beweist, dass nach der im Jahre 1491 erfolgten Belagerung die Burg schon unibewohnt war. Gegen Mitte des XVI, Jahrhunderts, als die Türken die Somogy er Gebiete be­setzten, wurden die schon im Verfall begriffenen Ruinen, der alten Burg in die Luft gesprengt, damit sich die Türken darin nicht einnisten kön­U

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