Horváth János: Kunffy Lajos - A somogytúri Kunffy Emlékmúzeum katalógusa (Kaposvár, 2005)

Die Frau von Adolf Kunnfy, Mutter des Künstlers ist HERMINA HOCHSINGER (1846-1918) stammt aus einer Vesprimer Familie. Ihr Vater, Hochsinger war Verpächter des Bischofsgutes in Nyírád. Ihre Kinder waren Lajos, Károly, József, Emma. Die Mutter hat sich als Vorsitzende der Kaposvárer Judengemeinde mit ihrer Wohltätigkeit allgemeine Achtung erworben. Adolf Kunffy ist am 4. März 1934 in seinem 96 Lebensjahr in Kaposvár gestorben. Als „der letzte Garibaldist" hat der italienischer König und die Regierung Kranz auf sein Grab gelegt. LAJOS KUNFFY, Maler und Juristendoktor. Er ist am 2. Oktober 1869 in Orci geboren. Mit seinen juristischen Studien begann er 1887 in Budapest. Paralel damit ebsucht er die „Mintarajziskola" Musterzeichenschule. 1887 verlässt er diese Schule und bildet er sich im Atelier von Pál Vágó weiter. Das dritte Universitätsjahr macht er als Armeedienst. Nach der Offizierprüfung bekommt er den Rang als Leutnant. 1890 fährt er nach München und besucht dort ein halbes Jahr die Schule von Simon Hollós. Im Frühjahr 1891 wird er an die Münchner Akademie aufgenommen, nach einem halben Jahr Studium fährt er im Herst 1891 nach Paris. Die Malerakademie in Paris macht er von 1891-1894 an der Julian Akademie. Seine Frau ist ELLA TILLER (1881-1963) Tochter von Sámuel Tiller, Schneider von militärischen Uniforme. Ihre Eheschließung war am 17.März 1901 in Budapest. Sie siedelten sich in Paris an.Ihr Sohn Zoltán ist am 20. Juli 1902 in Paris geboren und er war auch dort getauft. Kunffy ist auf den Ausstellungen der Salonen in Parisoft zu sehen, er wird ein bekannter Künstler. 1905 bekommt er für seine organisatorische Tätigkeit und für die Erfolge in der Kulturdiplomatie die Ehrenlegion, das Ritterkreuz. 1913 nimmt er mit einer selbständigen Ausstellung von Frankreich Abschied. Jeden Sommer verbrint er ab 1905 in Somogytúr. 1913 ziehen sie nach Budapest. 1924 veranstaltet er eine Ausstellung in dem Nationalsalon . 1925 bekommt er den Staatlichen Pastellpreis, 1926 den Genre­Preis. Von 1934 leben sie endgültig in Somogytúr. 1944 werden Kunffy und seine Frau bei der Judenverfolgung ausquartiert und sie werden nach Tab ins Getto geliefert. Bittweise bekommt er Immunitätsrecht vor den Judengesetzen, sie fahren nach Budapest zu ihrem Sohn. In Bunker steckend erlebte er den Sturm von Budapest. Fast 1000 St. von seinen Gemälden wurden in seinem Haus in Somogytúr in Verlust geraten und beschädigt. Weitere Inzidenzfälle treffen ihn als Gutherr. Sein Gut wird von ihm genommen, aber seine persönliche Freiheit wird nicht begrenzt. Laut seines Ansehens als Malerkünstler konnte er sein Haus und Atelier behalten. Die neue Kulturpolitik akzeptiert seine Kunst. Sein Atelier wird 1958 eine für die Öffentlichkeit eröffnete Galerie. In seinem 90. Lebensjahr bekommt er staatliche Auszeichnungen, 1959 Verdienstorden der Arbeit, 1960 Verdienter Künstler. Der Künstler starb am 12 März 1962 in dem Kaposvárer Krankenhaus. Sein Grab befindet sich in Somogytúr, vor seinem Atelier. Das Gedenkmuseum in Somogytúr wurde 1979 in seiner heutigen Form in Zusammenstellung von János Horváth gemacht. 92

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