Horváth János: Kunffy Lajos - A somogytúri Kunffy Emlékmúzeum katalógusa (Kaposvár, 2005)

und ausschießlich von der Malerei zu leben. Seine Gemälde mit Bauer-Themen wurde von der Jury der Staatsmacht mit Begeisterung empfangen, weil in denen die Jury die künstlerische Unterstüzung der Ideologie des Aufstiegs der Arbeiter und Bauern sah. Auf diese Weise war Kunffy Hüter der progressiven Überlieferungen in den 1950 er Jahren. Er erhielt den Verdienstorden der Arbeit (1959) und die Auszeichung des Verdienten Künstlers (1960). Die letzte bedeutende Ausstellung in seinem Leben wurde 1960 im Ernst-Museum veranstaltet. Er verstarb im Alter von 93 Jahren am 12. März 1962 im Kaposvárer Krankenhaus. Vor dem Atelierseingang befindet sich ein Grabdenkmal mit seinem Reliefporträt. Der Staat erkaufte sich von seiner Witwe den Gesamtnachlaß. Aufgrund dieses Nachlaßes wurde das Kuriegebaude als Erinnerungsmuseum eingerichtet. Die Möbel und die das ganze Lebenswerk repräsentierenden Gemälde empfangen die Besucher auf der Straße südlich von Balatonlelle, in der vom Künstler ausgestalteten originalen Einrichtung. Die Zahl der sämtlichen Werke von Kunffy beträgt fast 2000 St. Neben Ölgemäden schöpfte er auch Pastellbilder, Ölskizzen, Zeichnen, Aquarelle und ein paar Statuen. Diese Zahl enthält leider auch die während des zweiten eltkrieges zerstöten oder geraubten 1000 Gemälde. Seine Werke sind in zahlreichen Museen Europas, z.B. in Paris, Rom, Mailand, Bukarest, Budapest und vor allem in Privatsammlungen zu finden. In Kaposvárer Privatsemmlungen befinden sich einige Hunderte von seinen Werken. Seine größte Kollektion aus mehr als 300 St. Öl- und Pastellgemälden bzw. Graphiken ist in Kaposvárer Rippl-Rónai-Museum zu finden. Den kunsthistorishen Stilkategorien laut ist Kunffy als Meister der Pleinairs definiert, aber seine Kunst enthält auch mehrere Stileffekte aus seiner Zeit. Dem akademischen Stil am Anfang (Prophet Jeremiás 1895) folgte die kurze Munkácsy-Zauber­Periode mit romantischer Färbung. (Job 1896) Diese Periode befolgte der von jungen französischen Künstlern als sezessionistisch gennante Stil. (Bretonische Küste 1898, Meine Frau in Palmenhaus 1903) Während der Suchung nach einheimischen Motiven summierte er seine künstlerischen Erfahrungen im dem Nagybánya-Trend entsprechenden „plein air" naturalistischen Stil. (Kinderbeerdigung 1907) Manchmal ging er mit Pinsel mit einer virtousen Leichtigkeit um und gruppierte auf impressionistische Weise in Flecken die Motive (Volksversammlung 1918, Vor Kaffeehaus in Tunis 1913), eind anderes Mal schuf er schwere an realistischen Beobachtungen reiche Genrebilder. (Mittag essende Ernter 1921, Landwirtschaftliche Arbeiterfamilie 1926). Auf mühelosen impressionistischen Gemälden mit hellem Ton seiner letzten Periode zeigte sich das Wissen, das durch seine malerische Philosophie Einfach mehr ausdrückt. (Stilleben mit Melone 1930, Gartenweg mit blühenden büschen 1935). Schließlich soll hier Kunffys ars poétika stehen: „Ich lernte von vielen, aber machte niemand nach. Mein Muster war die große Natur, deren Schönheit ich geniwßen konnte." 83

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