Fiatal középkoros régészek IV. konferenciája. Tanulmánykötet (Kaposvár, 2013)

Szőke Balázs: A székesfehérvári Szűz Mária prépostság egykori boltozatai

A SZÉKESFEHÉRVÁRI SZŰZ MÁRIA PRÉPOSTSÁG EGYKORI BOLTOZATAI 113 Die ehemaligen Wölbungen der Propstei Jungfrau Maria von Székesfehérvár BALÁZS SZŐKE Die Propstei Jungfrau Maria in Székesfehérvár, die ehemalige Krönungskirche des Königreichs Ungarn erreichte ihren endgültigen Umfang im Mittelalter nach zahlreichen Umbauten. Die letzte bedeutende Erweiterung wurde unter der Regierung von Mátyás Hunyadi begonnen, dann wurde mit dem groß bemessenen Bau eines Saal-Heiligtums begonnen. Aus dem Gebiet des im großen Teil zugrunde gegangenen Gebäudes, aus den Zerstörungshorizonten des romanischen und später im gotischen Stil umgebauten Hauptschiffes sind spätgotische Wölbungselemente vorgekommen. Die Funde wurden während der Ausgrabungen von Imre Henszlmann in den 1860er Jahren zum Vorschein gebracht. Mehrere von diesen Funden erwähnte Imre Henszlmann in seiner Publikation und er veröffentlichte auch seine Zeichnungen. Die im Lapidarium von Székesfehérvár bewahrten Wölbungsrippen wurden mit Raumscannertechnik aufgenommen, um die 3D Rekonstruktion der Wölbung zu erstellen. Die rekonstruierte Netzwölbung stimmt nach ihrer Form mit den unter der Herrschaft der Jagiellonen und von Mátyás Hunyadi gebauten Netzwölbungen überein, aber sie konnte für diese Netzwölbungen aufgrund des bewiesenen Datums als Beispiel dienen, denn sie wurde schon früher gebaut. Das Maß der Wölbung ist erhaben, sie erhöhte sich über dem mehr als 17 m breiten Hauptschiff, das die innen gebauten Strebepfeiler auf 14 m Breite verkleinerten. Die inneren Strebepfeiler, die auch zur Zeit auf dem Ruinenfeld zu finden sind, wurden in der Anjou-Zeit gebaut, zu diesen auch die Schiffwölbung später in der Mátyás-Zeit gebaut wurde. Zufolge dieser Baugebundenheit konnte die Struktur der inneren Strebepfeiler zustande gekommen, deren auch noch heute stehende Beispiele in der Franziskanerkirche in Szeged-Alsóvár und in vielen im gotischen Stil umgebauten Kirchen im Sachsenfeld zu sehen sind. Das monumentalste Beispiel des Stils war das Kirchenschiff in der Farkas Straße von Kolozsvár, die inneren Strebepfeiler dieser Kirche stehen noch in ihrer ursprünglichen Form, die derzeitigen gerippten Sternwölbung wurde später gebaut.

Next

/
Oldalképek
Tartalom