L. Kapitány Orsolya: Somogy megye népmüvészete, 2001

Német nyelvű rezüme (Kovács Renate)

Tuchweste (Abb. 20-21). Von der hervorragende Volkskunst­werte verkörpernden Somogyer Tuchbekleidung werden heute nur noch in Museen einige Exemplare aufbewahrt. Edit Katona Kürschnerarbeiten Im Komitat Somogy sind die Verzierungen der in den öffentlichen Sammlungen zu findenden Pelzjacken und Schafs­pelzen besonders abwechlungsreich. Die Vielfältigkeit im Schnitt, Farbe, Komposition und Motiven ist das Charakteristi­kum der Kürschnerarbeiten des Komitats. Die Preislisten geben uns Aufschluss über die Arbeit der Kürschner: Verbrämung und Fütterung von Jacken, Anfertigung von Pelzjacken, Miedern, das Nähen von Handschuhen und das Gerben (Aufbereiten) verschiedener Häute waren die wichtig­sten Posten. Von verzierten Pelzjacken wurden erstmals in einer 1737 in Marcali herausgegebenen Preisliste gesprochen, alle weiteren erwähnen immer wieder dieses Kleidungsstück. Von den Kürschnermeistern aus dem oberen Somogygebiet wurde 1779 eine Zunft gegründet, in größerer Zahl arbeiteten sie in Kapos-vár, Szigetvár, Nagyatád und Barcs. Die Technologie der Kürschnerarbeit ist mit der der anderen Gebiete des Landes identisch, man verwendete die Alaunger­berei, das Material für die Aufsätze wurde von ihnen selbst gegerbt oder sie kauften sie von den Gerbern. Von den Trachtenstücken wurden die Pelzjacke „kisbunda", der Pelzrock „bekecs", der Schafpelz „suba" von den Männern und von den Frauen der kleine Schafpelz „kissuba" getragen. Unsere Museen sammelten diese Stücke von Beginn des XX. Jahrhunderts bis zum zweiten Weltkrieg. Ihre Blütezeit kann annähernd von den siebziger Jahren des XIX. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg festgelegt werden. Von den bisher bestimmten Grundtypen, der Verzierung durch zusammenhängende Aufsätze, den sich aus einzelnen Auf­sätzen aufbauenden und den bestickten Grundtypen fanden wir letztere zwei im Komitat Somogy vor. Gerade dieses Komitat ist das beste Beispiel dafür, wie die Stickerei die Aufsätze verdrängte, den Übergang zwischen diesen beiden Verzierungs­methoden bezeugen zahlreiche Pelzjacken. Auch die Verwen­524 16. Tabakbeutel. Zamárdi. RRM 73.35.338.

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