L. Kapitány Orsolya: Somogy megye népmüvészete, 2001

Német nyelvű rezüme (Kovács Renate)

13. Korbtuch. Inke. RRM 70.14.2.1. 14. Sándor Vajda, letzter „Szűr"­Schneider von Kapos­vár. RRM F 4778. Aufnahme eines Szatmárer Fotografen. 1929. Die Teile für den alltäglichen Gebrauch wurden mit einem einfachen Saum versehen, die Endfäden der Handtücher zu Fransen gewirkt. Unter den mit der Maschenaufnahmetechnik erstellten Mus­tern finden wir verschiedene Variationen von Würfeln, Drei­ecken und Kreuzen, die die Bausteine für kompliziertere Muster bildeten. Die Leineweber zeichneten die selbst entworfenen Muster in Mustersammlungen, von denen einige auch in öffent­liche Sammlungen gelangten. Während das Handwerk der Weber nur von Männern ausgeübt wurde, fertigten nur Frauen die Bauernwebereien an. Die einfachen Bauernleinen mit einge­webten bunten Fäden konnte fast jede Frau weben, aber das Weben in der Maschenaufnahmetechnik verstanden nur wenige. Im allgemeinen waren es Frauen, die unter erschwerten Beding­ungen lebten und für Naturalien oder sonstige Bezahlungen das Garn anderer webten. Ihrem Geschick ist es zu verdanken, dass die von den Leine­webern übernommenen Muster ihrem eigenen und dem Ge­schmack der Gemeinde entsprechend von ihnen weiterent­wickelt werden konnten. Durch die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verände­rungen in den ersten Jahrzehnten nach der Jahrhundertwende nahm die Zahl der dieses Gewerbe Ausübenden ab, die Fabrik­produkte fanden immer mehr Absatz und verdrängten so die Verwendung von Leinen. Die Veränderungen bei den Trachten trugen auch dazu bei, dass die Stücke aus Leinen immer weniger getragen wurden. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde immer weniger Hanf und Lein angebaut. Die Verarbeitung dieser Faserpflanzen kam völlig aus der Mode. Orsolya Kapitány Trachtenstücke aus Tuch Wie auch allgemein bei den traditionellen ungarischen Trach­ten wurden auch im Somogy die Kleidungsstücke der Männer­trachten aus zwei verschiedenen, einem dicken und einem dünnen Tuch angefertigt. Die „Szur"-Schneider fertigten aus Zackelschafwolle gewebtem, wasserdicht gewalktem, derberem Tuch eine Art kurzen und langen Mantel, den Szűr-Dolman und 522

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