L. Kapitány Orsolya: Somogy megye népmüvészete, 2001
Német nyelvű rezüme (Kovács Renate)
3. Alter Mann aus Lábod. RRM F 7205. Aufnahme von Sándor Gönyey Ebner, 1926. Mit Ausnahme der geschlossenere kulturelle Einheiten bildenden Nationalitätengruppen konnten im Komitat Somogy keine größeren landschaftlichen Kultureinheiten festgestellt werden. Es bildeten sich nur kleinere bäuerliche Wirtschaftskreise heraus, deren Grenzen sich von Zeit zu Zeit veränderten. Die günstigen natürlichen Gegebenheiten des Komitats wurden von der Bauernschaft vielseitig genutzt, es wurde mit Rindern, Schwei-nen, Getreide, Mais, Wein und Tabak gehandelt. Im XVIII. Jahrhundert entwickelten sich die den Veszprémer Märkten und dem Lauf der Donau nahegelegenen nordöstlichen Gebiete, unter ihnen von deutschstämmigen Gruppen, die sich unter günstigen Bedingungen ansiedeln konnten, bewohnten Dörfer. Die Vermögensschaffung äußerte sich schnell auch in der gegenständlichen Kultur. Neuerungen gelangten oft aus dem Komitat Tolna bzw. auf den Donau-Handelswegen hierher, zuerst schlössen sich die Dörfer entlang des Kapos zu den Dörfern des Külső-Somogy auf. Die 1820 beginnenden Gewässerregelungen vergrößerten die für den Getreidebau nutzbaren Flächen, in der Viehzucht wurde mehr Wert auf eine moderne Weidewirtschaft gelegt als früher, Futtermittel wurden angebaut, Fuhrbetriebe entstanden und Ende des XIX. Jahrhunderts wurden Milch-rinder gehalten. In der südlichen Hälfte des Belső-Somogy erweiterte sich die verbliebene reformierte Bevölkerung hauptsächlich durch hinzukommende Katholiken. Die Ungarndeutschen in Szulok und Umgebung versuchten sich auf vielen Gebieten, ihre Haupteinnahmequelle war jedoch der Tabakanbau. An der Drau sonderten sich zwei katholische Kroatengruppen ab, sie waren ärmer als die in der Umgebung lebenden Deutschen und Ungarn. Das Volk von Lakócsa und Umgebung bestand streng auf der kroatischen Sprachausübung, der Großfamilie, auf ihrer charakteristischen geistigen und gegenständlichen Kultur. Die im Babócsa - Zákány-BodvicaDreieck lebenden Kroaten bildeten eine Lebensgemeinschaft mit Wenden und Ungarn, so dass sie ihre früheren Traditionen schwerer bewahren konnten. Das Zselic- Gebiet ist volkskundlich ein Gebiet mit zwei Gesichtern, im nordwestlichen Teil befinden sich von Reformierten bewohnte Dörfer, die in erster Linie wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen zu den Dörfern am Rinya aufrechthielten. In den südlichen und östlichen Teilen des Zselic lebten katholische Ungarn und Deutsche. Im Zselic erhielt sich die Bedeutung der Holzarbeiten bis Anfang des XX. Jahrhunderts. 516