Diener-Dénes Rudolf emlékkiállítása, 1989
In der Kunst von Rudolf Diener-Dénes vermengen sich Elemente des ungarischen Postimpressionismus und des Ecole de Paris. Diener-Dénes ist 1889 in Nyíregyháza geboren. Mit 20 Jahren begann er seine Kunststudien in Budapest. Sein erstes künstlerisches Vorbild war der in Barbizon gestorbene László Paál. Von den Bildern Cezannes beeindruckt verfolgte er den konstruktiven Stil der Malergruppe „Nyolcak" (Zu acht). Seine erste große selbständige Ausstellung war 1924 in Budapest. Zwischen 1924 und 1931 lebte er in Paris. Danach löste eine außerordentlich aufgelockerte Tupfentechnik und Innigkeit den konstruktiven Charakter seiner Bilder auf. In diesem Geist entfaltete sich seine Tätigkeit zur Mitte der 30-er Jahre. Nach erfolgreichen Ausstellungen bestimmte die Kritik seine stilistische Zugehörigkeit zwischen Pierre Bonnard und Béla Czóbel. Er wurde Mitglied der Neuen Gruppe der Bildenden Künstler (KÚT) und schloß sich der Malerkolonie in Szentendre an. In den 50-er Jahren wurde der französisch orientierte Künstler von der Kunstpolitik vernachlässigt. Er ist 1956 in Budapest gestorben. Zu seinem 20. Todestag veranstaltete die Ungarische Nationalgalerie eine Gedenkausstellung und François Gachot ließ eine Monographie über ihn erscheinen. Die Kinder des Künstlers pflegen im Rahmen der Diener-Dénes-Stiftung durch Veranstaltungen in Toulouse und Quebec seinen künstlerischen Nachlaß. Diese Ausstellung wurde von dem Somogyer Komitatsmuseum anläßlich des 100. Geburtstags des Künstlers veranstaltet. János Horváth