Novák László szerk.: Néprajzi tanulmányok Ikvai Nándor emlékére I. (Studia Comitatensia 23. Szentendre, 1994)

Novák László: Adatok a Sóvidék határhasználatához és hagyományos paraszti gazdákodásához (sarlós aratás) Parajdról

IRODALOM CHÖLNOKY Jenő é. n. Magyarország földrajza. In: A Föld és élete. Franklin-Társulat Kiadása. Budapest ORBÁN Balázs 1863 A Székelyföld leírása történelmi, régészeti, természetrajzi s népismei szem­pontból. I. kötet. Pest ANGABEN ZUM HOTTERGEBRAUCH UND ZUR TRADITIONELLEN WIRTSCHAFTSFÜHRUNG IN DER GEGEND SÖVIDÉK (Ährenschnitt mit der Sichel in Parajd) Die Gemeinde Parajd befindet sich im Szeklerland (Siebenbürgen, Rumä­nien), in der Gegend Sóvidék („Salzgegend"). Das Dorf wurde dort begründet, wo das Korond-Wasser und der Bach Parajd in den Fluss Kisküküllö münden. Die Dorfflur des Ortes hat eine stark gegliederte Oberfläche. Aus den Tälern der Bächer erhebt sich ein Salzberg, Sóháttya; hier taucht das Salz auf der Fläche auf. Der grössere Teil der Dorfflur von Parajd wurde aus vulkanischem Grus ge­formt; sie ist eine von Bächern gegliederte Hochebene am Fusse der Hochgebirge von Görgény und Hargita. Den grösseren Teil, mehr als die Hälfte der Dorfflur von Parajd bilden Wälder; 22,5% dienen als Hochalm, 11% Heuwiese und 9,5% Ackerfelder. Die Dorfflur wurde am Anfang unseres Jahrhunderts dreiteilig gebraucht: der erste Teil war mit Früh­lingspflanzen, der zweite mit Herbstpflanzen gesät und der dritte blieb brach für die Weide. Die Methoden und Werkzeuge des Ackerbaues bewahrten hier viele archaischen Elemente. Sehr wichtig ist die Weise des Ährenschnittes. In der Gegend von Sóvi­dék, auch in Parajd wird mit der Sichel geerntet. Den bergländischen Klimaver­hältnissen entsprechend wird das Getreide in der zweiten Hälfte des Monats Juli ge­erntet. Der Weizen und der Roggen werden von Frauen mit einer Sichel geerntet, die eine zackige Schärfe hat. Diese Arbeit ist relativ leicht. Die schwere Arbeit, das Garbenbinden machen die Männer. Sie hocken die Garben auf eine starke, hohe Stange, auf den „Mandelpfahl" („kalangyakaró") auf. Die Stange behindert die Um­stürzung der Stauche, die Körner werden schnell trocken, obwohl die Gegend nieder­schlagsreich ist. Die Getreidegarben wurden nur zwei Monate nach der Ernte wegbe­fördert und in der Scheune mit dem Dreschflegel gedroschen. 475

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