Ikvai Nándor szerk.: Börzsöny néprajza (Studia Comitatensia 5. Szentendre, 1977)

Német nyelvű kivonatok cikkenként

kung der vier Himmelsrichtungen zeigt eich in der Form der alten Feuerungs­anlagen und deren Zubehöre, sowie in der Varietät der Terminologien. In der Wohnstube stand im Lauf des vergangenen Jahrhundert ein ecki­ger, flacher Lehmbackofen von grossem Umfang, sárkemence, dessen Dach zu­gleich als Schlafstelle für drei-vier Kinder diente. Die Tür des Backofens befand sich in der Küche, von dort aus wurde die Stube geheizt. Zum Backofen ge­hörte die Ofenbank aus Lehm, auf dieser wurde bei offenem Feuer gekocht. Der Rauch wurde durch einen freien Kamin entfert. Die Diele war durch eine, in der Mitte offenen Scheidewand in zwei Teile geteilt, und zwar in die eigent­liche Diele und die Kochstelle unter dem Kamin. Solche Backöfen wurden auch nördlich vom Sammelgebiet, in der Slowakei, im Areal zwischen den Flüssen Ipoly und Garam gebraucht. Genauere Ab­grenzung ihrer Verbreitung wäre noch nötig. In gleicher Zeit mit den eckigen Lehmöfen sind auch die aus grünen, selten auch andersfarbigen Kacheln gebauten grüne Öfen, zöldkálha, oder Kachelback­öfen, cserépkemence genannte Feuerungsanlagen aufzufinden. Diese waren dem Lehmbacköfen ähnlich, von gleicher Form und mit flachem Dach, aber in ge­wöhnlicherer Ausführung. Sie funktionierten gleich den Lehmbacköfen. Für Reichere wurden auch verzierte Kachelbacköfen angefertigt. Der Lehmbackofen ebenso wie der grüne Ofen kann an der Wende des XIX — XX. Jahrhunderts als ausgestorben betrachtet werden. Die Studie weist darauf hin, dass sich diese, aus der Küche durch freien Kamin geheizte Backöfen des vergangenen Jahrhunderts aus den Backöfen mit Feueresse entwickelten, welche aus der Stube heizbar waren. Die Um­wandlung erfolgte warscheinlieh im Laufe des XVIII. Jahrhunderts, auf den von Süden, von der Ebene kommenden Einfluss. Die Backöfen bewahrten zwar ihre ursprüngliche eckige, umfangreiche Form, jedoch mit der Einführung des freien Kamins musste gleichzeitig auch die ursprüngliche Grundrissordnung der Diele verändert werden. Der grüne Ofen stammt aus Westen, aus Transdanu­bien, wie es die Terminologien bezeugen. Diese Un Wandlung dürfte ebenfalls im XVIII. Jahrhundert vor sich gehen. Da jedoch die Börzsöny-Gegend im Laufe der XVI — XVIII. Jahrhunderten mehrmals Bevölkerungsströmungen von Süden, Westen und Norden ausgesetzt war, sollte die chronologische Präzisität obiger Fragen durch mehr Archivangaben und durch archäologische Ausgrabungen der XVI — XVII. Jahrhunderte endgültig entschieden werden. Am Ende des vergangenen Jahrhunderts von den 1880-er Jahren ange­fangen erscheint der Sparherd (falitüszel, falsporhelt) in der Börzsöny-Gegend. Zuerst wird der Sparherd in die Stube, neben den Backofen gebaut, später auch in die Küche, unter den freien Kamin. Der Backofen, seiner Funktion beraubt kommt in die Küche mit freiem Kamin, wo er von nun an nur zum Brot­backen gebraucht wird. In den 1920—1930-er Jahren wandeln sich die kalten Küchen, hidegkonyha, in warme Küchen, melegkonyha, durch die Abschaffung der freien Kamine um. Nun wurden die Windöfen, vindójnis kemence, gebaut. Der Windofen ist ein, in dickleibigen Schornstein eingebauter Backofen, welcher in einer Ecke der Küche stand. Dieser diente zugleich als Rauchabzug des Stuben- und Kü­chenherdes. Nach dem ersten Weltkrieg, als die Verbreitung der verschiedenen fabrik­mässig erzeugten Giesseisenherde ihren Anfang nahm, wurden die Backöfen 670

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