Köpöczi Rózsa: A grafikus Szőnyi – akvarellek és goauche-ok (PMMI, Szentendre – Zebegény, 1994)

Szőnyi anyaghoz való szenvedélyes viszonya, a festői technika kérdései (Technika)

DIE LEIDENSCHAFTLICHE BEZIEHUNG SZŐNYIS ZUR MATERIE, DIE FRAGEN DER MALERISCHEN TECHNIKEN TECHNIK Szőnyi interessierte sich schon in seiner Jugend leidenschaftlich für die Chemie. Danach begleitete ihn das tiefe Interesse für Materien während seiner ganzen Lebenslaufbahn. Er hielt das gründliche tech­nische Wissen für sehr wichtig. Dessen Mangel kann dem ein Hindernis setzen, was der Künstler aus­drücken möchte. Das 1941 erschiene Buch mit dem Titel "Die Schule der bildenden Kunst" wurde gerade zur Über­brückung der Kluft zwischen dem Künstler und dem Mittel geschrieben. Das Buch wurde von Szőnyi redigiert, der die Kapitel "Die Zeichnung" und "Die Maltechniken" schrieb. Die Verfasser trachteten nach einer exakten Anweisung zur Erwerbung gewisser Kenntnisse der Materialkunde und des technischen Wissens. 1941, am Vorabend des zweiten Weltkrieges, publizierten Szőnyi und sein Kreis ein Buch mit gründ­licher, sich auf alles erstreckender Bekanntmachung der malerischen Techniken, zum Lobe der guten Materialien. Was spornte diese Generation zur Ehre der Werte der vergangenen Zeiten an? Diese Anschauung konnte vielleicht auf die Cezanne-Richtung der Revolte gegen den Impressio­nismus zurückgreifen, als einige Künstler mit allen Mitteln versuchten, für die Wiederherstellung der zerbrochenen Weltordnung zu kämpfen, zur Zeit der Wertkrisen den alten Rang der Idee der Dauer­haftigkeit zurückzugeben. Warum wählte István Szőnyi seit dem Anfang der dreissiger Jahre mit so grosser Vorliebe die Gouache-Technik, dieses besondere Material, das bis zum 19. Jahrhundert von der Tempera gänzlich abgelöst wurde? Vielleicht deshalb, weil sich ihre samtartigen, glatten Flächen dem Effekt der Tempera nähern, gerade zu jener Zeit ging er von der Ölfarbe zur Eitempera über. Damals entfaltete sich seine neue Epoche von Zebegény, der strahlenste Abschnitt seines Oeuvres. Seit den dreissiger Jahren fertigte er mehrere Hundert Gouache-Skizzen an. Etliche von diesen zeigen schon mehr als die Unvollendetheit der Skizze, diese sind schon vollwertige Kompositionen. 39

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