Szirácsik Éva (szerk.): Neograd 2009 - A Nógrád Megyei Múzeumok Évkönyve 33. (Salgótarján, 2010)
Sallayné Peterdi Vera: Életmódkutatás térben és időben - Módszertani áttekintés
NEOGRAD 2009 NÖGRÁD MEGtiE^LÁyMDZEUMOK ÉVKÖNYVE XXXIII. Wagner István: A Csongrád megyei történeti muzeológia helyzete. In: Történeti Múzeumi Közlemények, 1982/2. 15—26. Sallayné Peterdi Vera: Lebensweiseforschung in Raum und Zeit Unsere Studie zeigt in einer methodologischen Übersicht die Entstehung, Geschichte und Charakteristika der als Untersuchungsmethode benutzten sogenannten Lebensweiseforschung der neuzeitlichen und gegenwärtigen historischen Museologie. Zum Beginn werden die speziellen Zeit- und Raumspannen des Begriffes erörtert und im weiteren die Entstehungsgeschichte, Struktur und Profil der, unter den gesellschaftlichen Verhältnissen des Sozialismus entstandenen neuen Wissenschaft, der gegenwärtigen historischen Museologie besprochen. Ab den 1950-er Jahren erforscht die neue Disziplin eine für die historische Museologie neue gesellschaftliche Schicht der Arbeiter des 20. Jahrhunderts. Die, meistens in Ausstellungsform kommunizierende Disziplin benutzt als erste - auch neben ihrer ideologischen Kodierung - ab den 1970-er Jahren entfaltende Methode der sozialwissenschaftlichen Geschichtsschreibung. Durch die Schilderung der Leibens- verhältnisse der ungarischen Arbeiterschichten verpflichtet sie sich - auch wenn nicht problemlos und oft widersprüchlich - zur wissenschaftlichen Erforschung und Sammlung der materiellen Kultur einer komplexen, und deshalb nur schwer oder gar nicht typisierbaren modernen Stadtgesellschaft. Es werden alltägliche, kommerzielle Industrieprodukte, die die Lebensweise der Arbeiter authentisch widerspiegeln zu historischen Quellen und musealen Artefakten umgewandelt, die von der historischen Museologie früher nicht anerkannt wurden. Neben der Darstellung der Arbeitergeräten und der Lebensverhältnissen traten neulich Forschungsschwerpunkte wie Kleidungs- und Wohnkultur, und Behausung- und Konsumgeschichte in den Vordergrund. Es werden jedoch bürgerliche Schichten und andere Gebiete erforscht. Unter den Forschungsmethoden können die Feldforschungsmethoden der Ethnologie und Anthropologie, teilnehmende Beobachtung, sozialgeschichtliche Quellenforschung und gegenwärtige Aufnahmen genannt werden. Es wird eine Interdisziplinarität erstrebt. Die Studie befasst sich schließlich mit dem Thema der neuesten museologischen Forschungsmethoden. 72