Nógrád Megyei Múzeumok Évkönyve XXIX. (2005)

Régészet - Vaday Andrea: Kazár (többkorszakú régészeti lelőhely feltárásának előzetes jelentése II.)

KAZÁR. Vorbericht über die Freilegung eines mehrperiodigen Fundortes. II (Auszug) Vor den Kanalisationsarbeiten von Salgótarján und seiner Umgebung fanden Gelände­begehungen und Freilegungen in den Jahren 2002 und 2003 in Kazár statt. Eine Fortset­zung der Ausgrabungen im Jahre 2005 wurde durch die finanzielle Unterstützung des Nationalen Kulturellen Grundprogrammes möglich (Abb. 1). An der zweiten Ausgrabung wurden ein teils in die Erde getieftes Haus (Abb. 5A-B), mehrere Abfallgruben, bzw. Pfostenlöcher in der keltischen Siedlung aus der römischen Kaiserzeit freigelegt. An der östlichen Seite des Hauses kam eine mit Lehm verputzte Treppe zum Vorschein (Abb. 3). Ähnliche Konstruktionen sind auch bei neuzeitlichen dörflichen Gebäuden bekannt (Abb. 4). Im Laufe der Freilegung konnten drei - durchgebrannte und stark beschädigte - gestampfte Lehmbodenniveaus in diesem Haus beobachtet wer­den. Unten im dritten, letzten, erneuerten, großflächigen, zusammenhängenden Fußbodenniveau lag das Randstück eines keltischen graphitgemagerten Gefäßes, das tief in den unteren Teil des Bodenniveaus eingedrückt wurde (Abb. 2). Dieses Haus befand sich in der Nähe eines 2003 erschlossenen, abgebrannten Gebäudes und einer Töpferwerkstatt, die in den Jahren 2002 und 2003 ans Tageslicht kam. Abb. 7 zeigt die Quantitäts- und Qualitätsverteilung des an den Geländebegehungen über den Objekten gesammelten Materials. Die relative und absolute Chronologie des Hauses und der behandelten Objekte werden auf Abb. 6A-B vorgeführt. Das Terra Sigillata-Material der Geländebegehungen und Freilegungen datiert diese römerzeitliche Fundstelle von 190 bis 225 n. Chr. Dieses Material macht die abso­lutchronologische Bestimmung dieses Fundortes, der früher durch die Objekte rela­tivchronologisch datiert werden konnte, möglich. An der Grabung im Jahre 2005 kamen andere kennzeichnende Funde des früher freigelegten römischen kaiserzeitlichen Siedlungsdetails ans Tageslicht. Die überwiegende Mehrheit der Kermaikfunde hatte einen keltischen Charakater. Diese Tatsache bestätigt die früher gemachte Beobachtung, wonach diese Siedlung von Kelten bewohnt war. Die Exportgegenstände aus Pannonién und die germanischen Gefäßbruchstücke weisen auf die regen Handelskontakte der ein­stigen Bewohner mit der römischen Provinz Pannonién und den, von ihnen nördlich gelebten Germanen hin. Diese Handelsbeziehungen lassen sich dadurch erklären, dass sich die Kaufkraft der Bevölkerung dieser, von der Handelsroute ferner, auf dem Bergland liegenden Siedlung durch die industrielle Tätigkeit erhöhte. So wurde die Anschaffung von römischen Waren und der Warenaustausch mit den Germanen möglich. Aufgrund der Zeitstellung des römischen Fundmaterials kann das keltische Siedlungsdetail von Kazár in die Periode des wirtschaftlichen Aufschwunges der Severerzeit datiert werden. Dieser Prozess verursachte den intensieven Zuwachs des Warenangebotes im römischen und barbarischen Handel sowohl im sarmatischen als auch im germanischen Barbaricum. 151

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