Nógrád Megyei Múzeumok Évkönyve XIII. (1987)

Tanulmányok - Történelem - Száraz M. György: Teleki László politikai nézeteinek alakulása 1848 márciusától szeptemberig

35. HAJNAL ISTVÁN: l.m. 13. o. 36. HAJNAL ISTVÁN: i.m. 102-103. o. 37. DEÁK IMRE: A szabadságharc története levelekben. Gróf Teleki László Kossuth Lajosnak 1848. október 10. 245-246. o. Zusammenfassung György Száraz M. Die Gestaltung der politischen Anschauungen von László Teleki seit März bis September 1848 Das die Hilfe der europäischen revolutionären Welle benützende zur Macht gekom­mene erste verantwortliche ungarische Ministerium hat für seine wichtigste Aufgabe betrachtet, dass es die Sicherung der möglichst grössten Unabhängigkeit von Ungarn erreicht. László Teleki, der alte Waffengefährte von Kossuth und Batthyány, eine der führenden Figuren der Opposition, der auch selbst lange auf die Position eines Ministers eine Chance hatte, bemühte sich mit seinen allen Kräften und mit seinem ganzen Talent zum Erreichen dieses Zieles seiner Regierung eine Hilfe zu leisten. In vollkommenem Einvernehmen mit Batthyány kämpfte er in Pozsony (Pressburg)­während des letzten Ständeparlaments - für die baldmöglichste Verwirklichung der Reformen. In der diethischen Pause vor der Eröffnung des Volksvertretungsparlaments wandte sich seine Aufmerksamkeit immer mehr an die Organisierung der Nationalgarde und der Armee, - an die Vorbereitung des Schutzes mit Waffen. Dafür, dass er diese Tätigkeit nicht gegen seine Regierung, vielmehr für sie, manchmal ausgesprochen unter ihrer Eingebung gemacht hat, ist ein gutes Beispiel die sorgflätig in Einklang gebrachte mai­liche Anwerbung fordernde Petition, die im Namen des Radical Zirkels zum Ministerium vorgelegt hat. Ein wesentlicherer Gegensatz, der nie zu einer Feindseligkeit wurde, und nicht die Unmöglichkeit der Zusammenarbeit bedeutete, czwis hen der Meinung von Teleki und der Regierungstellungnahme zeigte sich nur nach der Eröffnung des Volksvertretungs­parlaments. Das Ziel - Ungarn wieder in die Reihe der unabhängigen europäischen Staaten treten zu lassen - war auch da gleich, aber die Meinungen über den Weg, der es zu erreichen nötig ist, waren verschieden. Für diesen Meinungsunterschied sind „die italienische Frage" und der Streit über die Soldatenstellung gute Beispiele. Wie es sich aus diesen Dingen herausstellt: Teleki hielt zu dieser Zeit für das Wichtigste und äusserst dringend die Organisierung der vollkommen selbstständigen ungarischen Armee, die des Honvedheeres. Kossuth wollte noch Zeit gewinnen - er machte verschiedene Winkelzüge. Batthyány hielt auch den Zeitgewinn für das Wichtigste, weil das Ziel seiner vorsichtigen Politik, die Aufschiebung der Überrumpelung und des Zusammenstosses fragwürdigen Ergeb­nises, später mit Diplomatie diese vollkommen unmöglich machen, war. Die erste Stufe dieses gut durchgedachten umfassenden aussenpolitischen Planes konnte die Akzeptierung von László Szalay als Gesandten in der Deutschen Allianz sein. Als dies verwirklicht worden war, konnte gleich als zweite Stufe dieses grossangelegten Planes die gründlich vorbereitete Reise von Teleki nach Paris. Damals konnte noch weder er noch jemand anderer ahnen, dass er, als er am 31-sten August 1848 die Landesgrenze in der Richtung von Wien überschritten hatte, für mehr als ein Jahrzehnt von seiner Heimat Abschied nahm. 155

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