Nógrád Megyei Múzeumok Évkönyve 26. (1980)

Tanulmányok - Belitzky János: Losonczi Anna somoskői, szécsényi, gácsi uradalmainak 1596. évi összeírása

JÁNOS BELITZKY: Das Zusammenschreiben der Somoskőer, Szécsényer und Gácser Domänen von Anna Lossonczi im Jahre 1596 Der letzte Mann der auch im Komitat Nógrád Urbesitzer Lossonczi Fa­milie des Tomaj-Stammes, István Lossonczi. ist 1552 in von den Türken bela­gertem Temesvár mit Heldentod gestorben. Von seinen zwei präfizierten — also auch besitzrechtlich in jeder Hinsicht frei disponierenden — Töchtern überlebte die im Februar 1596 gestorbene Anna ihre Schwester und ihr ganzes Vermögen verliess sie in ihrem Testament vom März 1593 auf ihren zweiten Mann, auf Zsigmond Forgách. Diese Verfügung hatten ihre von dem ersten Mann, von dem Baron Kristóf Ungnad geborene Tochter, Frau Tamás Erdődy, mehrere von ihren Seitenzweigverwandten angefochten, aber auch die königliche Kammer stellte Forderungen in Verbindung mit dem Testa­ment. Die Ursache dieses Letzteren war, dass der erste Mann Annas, als Egreer Burgkapitän, mit der Zurücklassung von unklaren Geldsachen am Ende 1587 gestorben ist, deren Begleichung wollten sie aus den Ungnad­Lossonczi Gütern. Anna Lossonczi hat im grossen und ganzen ihre Vermö­genssachen geordnet. Wahrscheinlich heiratete sie Zsigmond Forgách —, den von ihr um 15 Jahre jüngeren Sohn des ehemaligen Waffengefährten ihres Vaters, den des einflussreichen Simon Forgáchs —, Ende 1589 aus dem Zweck der Verteidigung ihres Vermögens und wies sie Balint Balassa' — der zwar ein grosser Dichter, aber in zerrütteten Vermögensverhältnisen war —, als Bewerber ab. Zsigmond Forgách wurde schon 1593 in die Nógrader Zentren besitzenden Herrschaftsgüter seiner Frau eingesetzt, aber er verwaltete sie wahrscheinlich — in Übereinstimmung mit Frau Anna — schon von 1590. an. Die drei Domänen wurden am Ende 1593 von dem seit 1552 dauerndem Türkenjoch befreit, zu gleicher Zeit wurden die Anspruchsprozesse aber noch heftiger. Zu einer dieser Phasen wollte das im Juni 1596 von der königlichen Kammer von Szepes gemachte Herrschaftsgüterzusammenschreiben Angaben liefern. Während der Analyse ist es festzustellen, dass es schon vor 1552 in Gács, Vilke Varbó und Szécsény eine gutsherrliche Meierhofswirtschaft gab, die mit der Einbeziehung in den Rahmen der allodialen Wirtschaft der teils "inbewohnt gewordenen, teils von den Leibeigenen weggenommenen Grund­stücke zustande gebracht waren. Nach dem Tode von István Lossonczi hatten die Leibeigenen die von ihren weggenommenen Grundstücke zurückbekom­men, und so wurde wieder die ältere Fronwirtschaft auf dem Gebiet der drei Herrschaftsgüter charakteristisch. Den Übergang behinderte vor allem die durch das Vordringer der Türken ausgebildete Existenzunsicherheit. Auf den Besitzeinheiten der drei Domänen (siehe Tabellen I — IV und den beigelegten Landkartenentwurf) hinderte auch ihre inselartig zerstreute Lage die rentablere Produktion, die die strenge Eintreibung der Geld-, Frucht- und Arbeitslieferungen für die türkischen Gutsherren nur noch steigerte. Im In­teresse deren Registratur brachte die türkische Staatsverwaltung grosswertige Verzeichnise zustande, die auch die Namen der Einwohner enthielten, deren Angaben für die Szécsényer Domäne (siehe Tabellen VII — VIII ) mangeler­gänzend sind. Aus dem Kammerverzeichnis werden die gutherrlichen Ein­kommen vor 1552, die der Ungnad-Zeit zwischen den Jahren 1567—1587 und 353

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