Nógrád Megyei Múzeumok Évkönyve 26. (1980)
Tanulmányok - Horváth István: Politikai nézetek és viták a reformkori Nógrád megyében, az 1830-as évek elején
ISTVÁN HORVÁTH: Politische Auffassungen und Auseinandersetzungen der Reformzeit im Komitat Nograd am Anfang der 1830-er Jahre Den Zeitabschnitt zwischen 1825—1848 nannte die ungarische öffentliche Meinung „die Reformzeit". Dieser Begriff wurde auch von der historischen Literatur anerkennt und gebraucht. Das ist jener Zeitabschnitt, als \ die Bedingungen der ungarischen Verbürgerlichung bei Bestehung von nicht wenigen Widersprüchen, nach nicht kleinen politischen Kraftanstrengungen reif wurden: sich das endgültige Liquidation der feudalen Werhältnisse fordernde Verhalten ausgestaltete. Der Anspruch der ökonomischen Veränderung verknüpfte sich mit der Notwendigkeit der nationalen Unabhängigkeit und mit der des selbstständigen ungarischen Staates. Die Nógráder politischen Verhältnisse der ersten Periode dieses bewegungsvollen Zeitabschnittes analysiert der Aufsatz. Es ist bekannt, dass Komitat Nógrád von dem Widerstand des Komitatsadels im Jahre 1823 bei der politischen Verteidigung der Adelsrechte und der uralten Verfassung mehrmals mit der zentralen Regelung in Konflikt geriet: mit den die Interesse der Habsburger vertretenden Statthaltersrat- und Königskommissaren. Der grössere Anteil des Komitatskleinadels, der der Verteidiger der adeligen und ständischen Grundlagen war, trat infolge der Wirkung der Konflikte und der Umwälzungen des Lebens über diese Rahmen weiter, und kam graduell zur Verbreitung der Verfassungsrechte auch für andere gesellschaftlichen Gruppen: zur Verbindung der Gedanken der wirtschaftlichen Entwicklung und des politischen Fortschrittes. Nach 1828 erbrachte das Inbewegungskommen der sogenannten „planmässigen Komitatsarbeiten" auch auf dem Gebiet des öffentlichen Lebens die Belebung. Bis um das Jahr 1833 erschienen die konservativen und die ihnen gegenüberstehenden liberalen politischen Lehren auch thesenartig. Den sich entfaltenden Kampf, die Auseinandersetzung der beiden Hauptrichtungen begleitete die Meinungäusserung der hin und her fallenden, bunte politische Auffassung habenden Adelsgruppen. Bei diesen Auseinandersetzungen entstand jene adelige führende Gesellschaftsschicht, die der Vertreter und Vollzieher der liberalen Politik bis 1848 war. 34