Nógrád Megyei Múzeumok Évkönyve 24. (1978)
Tanulmányok - Molnár Pál: Adatok a bányamunkásság létszámának, összetételének változásairól, helyzetéről, harcairól és életmódjáról 1900 és 1919 között
PÁL MOLNÁR Angaben über die Anzahl der Nógráder Bergwerkarbeiterschaft, deren Veränderungen in ihrer Zuzammenstellung, über ihre Kämpfe und Lebensweise in den Jahren zwischen 1990 und 1919 In der Anfangszeit des Monopolkapitalismusses entwickelte sich auch im Nógráder Kohlenbecken das technische Niveau. Durch die Errichtung neuer Bergwerke, die Modernisierung der alten, sowie dem Wachstum des Verhältnisses der Stammarbeiter wurde eine gewisse Stabilisierung erreicht. Obwohl das Bergwerk gleichzeitig als ein sogenannter „Wanderbetrib" galt — das bedeutet innerhalb von 10—15 Jahren wurden die einzelnen Kohlenbecken ausgeschöpftblieb doch die Fluktuation in dem Bergbauwesen höher, als in der Fabrikindustrie. Um die Bergbauarbeiterschaft ortsgebunden zu machen, errichtete man Koloniesiedlungen. Diese bewiesen sich aber keinesfalls als genügendes Mittel zum Ausbau einer stabilen Arbeitergarde. Man brauchte auch weiterhin die Arbeitskräfte aus den Nachbardörfern, sowie die aus Liptó und Bars, welche grösstenteils Anhänger verschiedener Nationalitäten waren. Ein Teil der externen Arbeiter war Proletár, der andere Teil fünhrte ein Doppelleben. Die letzteren leisteten noch zu Hause in der Familie landwirtschftliche Arbeit. Zwischen 1900 und 1903 versuchten die Bergwerkkapitalisten die Lasten der zu dieser Zeit entstandenen Wirtschaftskrise auf die Bergarbeiter zu übertragen. Die Bergarbeiter aber — bedingt duruch ihre Zeziehungen mit den Zentralorganen des 1903 gegründeten Bundes der Eisen — Metall und Kohlenarbeiter und der Sozialdemokratischen Partei — trat für die Verwirklichung ihrer Rechte organisiert auf. In den letzten Jahren des Krieges wurden die Streiks, als auch die klassenkämpferischen Auftritte immer intensiver. Säter nach Gründung der örtlichen Organisationen der KMP erkannten die Bergarbeiter auch deren Ziel. Dem Vorhandensein und der Arbeit der KMP verdanken die Nógráder Bergarbeiter ihr heldenhaftes Standhalten zur Zeit der Kämpfe zum Schutze der Räterrepublik. Die technische Entwicklung in der Organisation der Klassenbildung war auch auf die Lebensweise der Bergarbeiterschaft nicht ohne Wirkung. Ihre verdienstlichen Verhältnisse, die struktur ihres Verbrauchniveaus, sowie ihre kulturellen und sozialen Versorgungen blieben weit ab von der grössten Eisenindustrieansiedlung und dessen Werk, dem Rimamurány, Salgótarjaner AG — Eisenwerk. Weiterhin war es der Bergarbeiterschaft nicht gegeben, das zur Entwicklung notwendige und mögliche Mass zu erreichen. 57