László János (szerk.): Komárom-Esztergom Megyei Múzeumok közleményei 20. (Tata, 2014)

Merczi Mónika: Támlap nélküli egygombos, erősprofilú fibulák Északkelet-Pannoniából

MERCZI MÓNIKA (Variante 4) einen dreieckigen Querschnitt. Bei der Variante 2 fehlt der Grat vom Kopfteil, bei den Fibeln der Variante 6 ist nicht nur der Kopf- sondern auch der Fußteil im Querschnitt halbkreisförmig. Die Mehrheit der Funde (33/40=82,5%) kann zwei Varianten zugeordnet werden. Davon kann die Variante 1 (Kat. Nr. 1-14) aufgrund des geschilderten Körperbaus und des gegliederten Bügelknopfes mit der Form Almgren 83 gleichgesetzt werden. Innerhalb der Variante konnte eine größere Gruppe abgesondert werden (Kat. Nr. 2, 4-5, 7-9, 11- 12), bei der das mittlere Element des Bügelknopfes hoch und scheibenförmig ist, der schräg stehende, große, halbkugelige Knopf am Fußende auf einem kurzen, zylindrischen Schaft sitzt, und die innere Seite des verhältnismäßig breiten Nadelhalters oft geschweift ist. Ein Halbfabrikat aus Ménfőcsa­­nak gehört wahrscheinlich auch zu dieser Gruppe. Eine kleinere Gruppe (Kat. Nr. 13-14) unterscheidet sich von der vorherigen darin, daß ihre Vertreter größer und robuster sind. Die Form Almgren 83 ist ausser Pannonien aus den benachbarten barbarischen Gebieten, aus Noricum, Nord-Italien, Dalmatien, Ober-Moesien, Dakien bekannt, aber die hier gefundenen Fibeln haben - im Gegensatz zu den nordost-pannonischen Funden - einen geschweiften Fußteil, und das mittlere Element des Bügelknopfes ist kaum betohnt. Genaue Paral­lelen sind zu den zwei Gruppen der Variante 1 in den bis jetzt veröffentlichten Fundmaterialien nicht bekannt, so müssen das große, scheibenförmige, mittlere Element des Bügelknopfes und der auf einem zylindrischen Schaft sitzende, halbkugelige Fußknopf einstweilen für eine nordost/nord­­pannonische Eigentümlichkeit gehalten werden. Die andere populäre Variante (Variante 3=Kat. Nr. 18-36) entspricht der Form Almgren 84, die aufgrund des Aufbaus (schmälerer, weniger geschweifter, unverzierter Fibelkörper, ungegliederter, scheibenförmiger Bügelknopf, einfacher Fußknopf, schmälerer und höherer Nadelhalter) auch als eine einfachere Variante der Form Almgren 83 aufgefasst werden kann. Ihr Verbreitungsgebiet - im Vergleich mit dem der Variante 1 - ist mit Unter-Moesien und Thrakien zu ergänzen. Obwohl sie aus dem mittleren Donauraum stammen, sind die meisten Vertreter beider Varianten aus Dakien bekannt. Die Ursache dafür muss vielleicht in der oft eigentümlichen Entwicklung der dakischen Fibelproduktion gesucht werden, die nicht mit Einflüsse aus der norisch­­pannonischen-obermoesischen Raum erklärt werden kann. In Pannonien verbreiteten sich die Varianten 1 und 3 - die letztere in größerer Menge - in erster Linie in der Limesgegend. Aufgrund des gegliederten Bügelknopfes ist die Variante 2 (Kat. Nr. 15-17) eigentlich auf die Form Almgren 83 zurückführbar, aber bei den Fibeln dieser Variante ist der Kopfteil wegen der stark geschweiften Seiten T-förmig ausgebildet. Der Fußknopf ist - der Variante 1 ähnlich - halbkugelig und sitzt auf einem kurzen, zylindrischen Schaft. Die Variante ist aus der bis jetzt veröffentlichten Fachliteratur nicht bekannt, deshalb ist sie einstweilen als eine nordost-pannonische Variante zu betrachten. Die Fibel der Variante 4 (Kat. Nr. 37) kann aufgrund des gegliederten Bügelknopfes ebenfalls mit der Form Almgren 83 in Parallele gestellt werden. Sie hat aber - im Gegensatz zur Variante 1 - einen geschweiften Fußteil und einen breiten, an beiden Seiten geschweiften Nadelhalter. Obwohl die Fibel nur mit einem mährischen Fund identisch ist, müssen beide Stücke für provinziale Produkte gehalten werden. Diese Feststellung kann dadurch bekräftigt werden, dass so gestalteter Nadelhalter auch bei eingliedrigen kräftig profilierten Fibeln mit Stützplatte (Almgren 68) vorkommt. Die Variante 5 (Kat. Nr. 38) kann als als eine höher gewölbte Variante der Form Almgren 83 interpretiert werden. Sie ist als eine selbständige Gruppe aus Obermoesien bekannt, aber sie kommt auch in Dalmatien vor. Obwohl der nordost­­pannonische Fund einen längeren Kopf- und einen ganz kurzen Fußteil hat, wird es angenommen, das er Vertreter der obermoesischen Variante ist, und von den erwähnten südlichen Gebieten stammt. Die wichtigsten Merkmale der Fibeln der Va­riante 6 (Kat. Nr. 39-40) sind der halbkreis­förmige Querschnitt am Kopf- und Fußteil und die mehrfache Profilierung der einzelnen Bestandteile (Rand des Kopfteiles, Bügel- und Fußknopf). Als eine selbständige Gruppe erscheint sie im dakischen Fundmaterial, aber Vertreter der Variante sind auch in Dalmatien, Nord-Italien, Süd-Pannonien zu finden, und sie tauchen auch in barbarischen Gebieten auf. Anfänge der Varianten 1—6 können aufgrund der Zweigliedrig keit und Gestaltung des Nadelhalters nicht ins 1. Jahrhundert gesetzt werden. Die meisten Forscher sind damit einverstanden, dass Verwendung der Form Almgren 83 nicht ins 3. Jahrhundert hinüberreicht. Die bei einigen norischen Funden beobachtete Verstärkung des Nadelrastes ist ein Beweis dafür, dass sie für eine Zeit mit den Kniefibeln parallel getragen wurden. Zur gleichen Zeit konnten die Varianten 2 und 5 hergestellt werden. Aufgrund der Gestaltung des Nadelhalters kann die Variante 4 für eine frühe Gruppe gehalten werden (Anfang 2. Jh.), und die Variante 6 war größtenteils im 3. Viertel des 2. Jhs. im Gebrauch. Was die Form Almgren 84 betrifft, nehmen die meisten Forscher an, dass sie auch Anfang/in der 1. Hälfte des 3. Jhs. getragen wurde. Aufgrund strukturellen Beobachtungen (fehlende Verstärkung des Nadelrastes) kann es aber nicht 26

Next

/
Oldalképek
Tartalom