Kisné Cseh Julianna – László János – Prohászka Péter szerk.: Komárom - Esztergom Megyei Múzeumok Közleményei 12. (Tata 2006-2008)
Ruszkiczay-Rüdiger Zsófia: Tata-Porhanyóbánya középső paleolit lelőhely szedimentológiai viszonyai
Tata-Porhanyóbánya: Sedimentologische Verhältnisse der mittelpaläolitischen Fundstelle Zsófia Ruszkiczay-Rüdiger Wir können nach der Untersuchung des Inhalts von Körnchengrösse, organischen Stoffe und CaCO^ der nördlichen und südlichen Zeugenwand von Tata-Porhanyógrube mitteilen, dass die unteren Schichten der Höhlenausfüllung auf Löss entstandene damalige Böden sind, was von ihrer Farbe, Bodengefüge und Humusinhalt eindeutig bestätigt wird. Der Entwicklungsgrad der Paläoböden ist in den zwei Zeugenwänden abweichend, was natürliches oder ein Spur der menschlichen Tätigkeit sein kann. Bei nördlicher Wand folgen von dem Boden nach oben stufenweise immer sandigere Schichten einander. Der feine kreutzschieferige Sand, aus dem die oberste Ebene besteht, ist hier mit einer dünnen Klaksteinschicht von den darunter liegenden Ablagerungschichten abgeschieden. Keine archäologischen Funde kamen aus diesem Sand ans Tageslicht, die aber in den übrigen Schichten mehr oder weniger vorkommen. Bei der südlichen Wand kann man zwischen den zwei unteren und oberen Schichten eine scharfe Grenze in der Ablagerung beobachten. Diese Grenze wird auch von einer nach Westen auskeilenen dünnen Kalksteinschicht betont. Auf dieser Grenze ist ein damaliges Erosionsereignis wahrscheinlich. Aufgrund der Schichtenreihe kann man mitteilen, dass in der Pause der Entstehung von Süsswasserkalkstein auf der Oberfläche des Kalksteins eine Lössbildung begann. Diese Ablagerung konnte mit besseren klimatischen Bedienungen das Fortkommen einer üppigeren Vegetation sichern (s. die Ergebnisse der Pollenuntersuchung). Die Ablagerung formte sich zur Zeit der letzten Interglazial stufenweise auf Boden um. In dieser Periode machten sich die Urmenschen in der Umgebung ansässig. Die feinsandige Zusammensetzung der darüber befindlichen Ablagerungen weisen auf die Verschlechtteung des Wetters hin. In der oberen Sandschicht begann nicht die Bodenbildung und das Ganze wurde von neuen Süsswasserkalksteinschichten bedeckt. Die Aktivierung der Quellen ist die Folge der nasseren Klima und/oder der Veränderung der Wasserstörmungsverhältnisse.