Kisné Cseh Julianna – László János – Prohászka Péter szerk.: Komárom - Esztergom Megyei Múzeumok Közleményei 12. (Tata 2006-2008)
T. Biró Katalin: Tata-Porhanyóbánya: a kőeszközök nyersanyaga
Tata-Porhanyóbánya: Rohstoff der Steinwerkzeuge T. Biró Katalin Tata-Porhanyógrube ist eine der am längsten bekannten Fundstellen der ungarischen Altsteinzeit. An ihrer Forschung nahmen Generationen von Geologen, Paläolontologen und Archäologen teil. Das Steinmaterial der Fundstelle bekam von den ersten Publikationen entsprechende Beachtung, die Rohstoffbasis wurde grundlegend auf das Material der Kieselsteinterasse lokalisiert. Bei den neuen Ausgrabungen entstand einersiets die Möglichkeit der Untersuchung des neugefundenen Steinmaterials, anderseits die Revisio der bisherigen Feststellungen. Die Feststellungen berühren die Fragen von Benutzung des Vértesszőlőser Rohstoffes, weil die Tataer steinwerkzeugherstellenden Urmenschen Rohstoff von gleichem Charakter wie in Vérteszőlős benutzten. Bei der neuen Untersuchung des Tataer Materials untersuchte ich 208 Steinwerkzeugen aus neuen Ausgrabungen. Diese kamen 1996 ans Tageslicht. Wie bei allen bisherigen auf den Tataer Steinwerkzeugen gemachten petroarchäologischen Untersuchengen kann man zwei grosse Gruppen absondern: Quarz (98 Stück, 47% innerhalb der untersuchten Probe) und Feuerstein (101 Stück, 49% innerhalb der untersuchten Probe). Der Rest (9 Stück, 4%) besteht aus Kalkstein und kalkigem Sandstein. Die „Feuerstein'gruppe besteht grösstenteils aus Radiolarit (in dieser kann man 6 makroskoper Gruppen absondern), der feuersteinswammige flachmaritime Feuerstein (spongiolit, wahrscheinlich Feuerstein aus Lais) und neben den vielen sonstigen Feuersteinen mit unsicherer Ursprung; die meisten von diesen sind wahrscheinlich auch Radiolarit (Tabelle 1.). Wir fassen den gegenwärtigen Stand der Forschung auf zwei Karten zusammen. Auf der ersten Karte sind die lokalen (Kieselstein) Rohstoffquellen. Auf der zweiten Karte stellte ich nach publizierten Angaben und eigenen Beobachtungen die möglichen Verbindungsgebiete vor (Tafel I.). Das ist die verkürzte ungarische Fassung meiner Abhandlung, die auf der Tataer Konferenz 2003 vorgetragen und auf english veröffentlicht wurde (BIRO 2004, 77-90.)