Fülöp Éva – Kisné Cseh Julianna szerk.: Komárom – Esztergom Megyei Múzeumok Közleményei 11. (Tata, 2004)
Tisovszki Zsuzsanna: Die Brautführerbücher in Esztergom und seiner Umgebung
Die Brautführerbücher in Esztergom und seiner Umgebung Zsuzsanna Tisovszky Das Brautführerbuch war ursprunglich eine handgeschriebene Verssammlung, die bei der Hochzeit benutzt wurde und hat viele forschbare Vorlagen. Es ist ein von den frühesten und bis heute lebenden Dokumente des bauerlichen Schrifttums Die erste mahlorganisatorische Texte erschienen am Ende des 18. Jahrhunderts zuerst in handgeschriebener später in gedruckter Form. Bei der Beschreibung der Gebrauche eines hochzeitlichen Festkreises wurden seit 1818 einige Hochzeitspeisen und seit 1827/ 1828 ganze Menüs aufgezeichnet. Ab 1826 schliessen zu diesen zuerst die handgeschriebene später die für die lokalen Benutzung gedruckte Brautführerbücher an. In Esztergomer Balassa Museum gelangen bis heute Brautführerbücher aber in letzteren Jahren schon eher in gedruckter Form. Zwischen den früher gesammelten und erworbenen Bücher befinden sich zahlreiche handgeschriebene Exemplare. Die vorhandenene Brautführerbücher kämmen hauptsächlichaus aus zwei „Richtungen" in die Sammlung: Aus dem Oberland ( aus der Umgebung Ebed — Párkány, Bény, Muzsla) Aus Esztergom-Szentgyörgymező und seinem Anziehungskreis (Nyergesújfalu, Tokod, Lábatlan, Bajna, Nagysáp) Zwischen der Brautführerverse sowie der Brautführer der beiden Gebiete war eine Verbindung nach der Ähnlichkeit der Textvarianten vorhanden. In unseren heutigen Tagen erleben die Brautführerverse und die moderne Brautführer ihre Renaisance aber leider mit negativen Begleiterscheinungen wie die Textverschlechterung und der Anwachs der unflätigen Elemente. 166